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Mein erster Mobikurs

Als ich 2013 meinen Übungsleiterschein gemacht habe, verfolgte ich damit nur ein Ziel. Ich wollte anderen das Rollstuhlfahren beibringen. Denn meine Fähigkeiten habe ich auch nicht im Schlaf erhalten, sondern durch ein gutes Rollstuhltraining in der Reha. Nur haben nicht alle so ein Glück und deswegen wollte ich meines teilen.

Beim Riesenball mit Risenspaß!

Beim Riesenball mit Risenspaß!

Ich habe dann auch schon die ein oder anderen Mobilitätstrainingskurse angeboten, z.B. den Roll On Workshop mit der RBG Dortmund 51. Dort machen wir je wein Wochenende Training mit unterschiedlicher Wichtung.

Doch ich wollte unbedingt endlich bei dem Mobikurs der Rollikids mitmachen. Eine Woche Rollstuhltraining für Kinder und Jugendliche mit einem ganzheitlichen Programm, dass nicht in ein Wochenende zu pressen ist. Nun habe ich es endlich geschafft und war dabei. Hier nun meine Erfahrungen aus persönlicher Sicht eines Übungsleiters.

Immer am Ball: Wheelsoccer

Immer am Ball: Wheelsoccer

Ich war schon müde als ich in Bad Arolsen ankam. Ich musste früh aufstehen um den Zug zu erwischen und früh aufstehen ist nicht so meins. Als wir ankamen, gab es erstmal jede Menge Organisatorisches zu besprechen. Wer macht was wann. Welcher Übungsleiter kann was am Besten vermitteln? Wie teilt man sich auf? Wer geht zum Schwimmen, was wird daneben angeboten? Was gibt es als Programm neben dem Sport? Alles Fragen die nich zu klären waren. Dann trafen nach und nach die Familien ein.

Bei einer Kennenlernrunde erzählten alle von ihren Wünschen und Vorstellungen. Bei ersten Gesprächen konnte man auch noch mehr erfahren, ob nun beim Abendessen oder beim gemütlichen zusammen sitzen am Abend.

Am Ostersonntag ging es dann endlich richtig los. Als Vormittagsprogramm stand Schwimmen auf dem Plan. Ich blieb außerhalb des Wassers und bot als Alternative an mich für spezielle Wünsche anzusprechen. Da alle Kinder schwimmen wollten, hätte ich fast nix zu tun gehabt. Aber vor und nach dem Schwimmen fanden doch alle etwas Zeit und ich sammelte ein paar Ideen. Dieses wollte ich ab dem nächsten Tag in der Turnhalle umsetzen.

Beim Fangespiel Zauberer und Fee bleiben alle in Bewegung.

Beim Fangespiel Zauberer und Fee bleiben alle in Bewegung.

Das Wetter war sehr wechselhaft, doch beglückte uns die Sonne zur Osterralley und die Kinder konnten draußen nach den Nestern suchen. Als das geschafft war, ging es in die Sporthalle zum Kindersport. Hier sollten heute erstmal die Grundfertigkeiten vermittelt werden und natürlich wurde gespielt, Zauberer und Fee. Die Gruppe war von den Fertigkeiten und Behinderungen heterogen, so hatten wir eine Hälfte, die sehr schnell unterwegs war und eine Hälfte war gemütlicher unterwegs. Zauberer und Fee bietet aber tolle Möglichkeiten diese Unterschiede auszugleichen. So kann eine Fee die Verzauberten befreien und selbst nicht gefangen werden. Mit dem richtigen Verhältnis endet das Spiel vielleicht nie und alle sind in Bewegung.

Da man nicht nur beim Spiel, sondern auch beim eigentlichen Training alle einbinden und alle da abholen wollte, wo sie standen, mussten wir manchmal etwas flexibel sein. Wir schafften es aber die Kids immer gut auszulasten. Manchmal teilten wir die Gruppe um der einen Hälfte etwas anderes zu vermitteln, aber wir versuchten dies so selten wie möglich zu machen, denn die Gruppe sollte ja zusammen wachsen. Dies passierte auch und es war schön zu sehen, wie später die schnellen Kids die anderen mitnahmen, unterstützten und motivierten. Auch umgekehrt wurde viel angefeuert und auch die Kleinsten konnten sich für die Erfolge der anderen freuen.

Ab Montag bot ich dann Vormittags ein Alternativprogramm in der Turnhalle an. Da ein Wunsch war Transfertechniken zu üben, also das umsetzen, baute ich einen Parcour aus Kästen, Matten und Kisten auf. Dort konnte man sich von den Rollstuhl übersetzen und auf gleicher Höhe von Kiste zu Kiste oder

Rollstuhlfahren muss gelernt sein!

Rollstuhlfahren muss gelernt sein!

auf den Boden. Von den Boden auf eine Kiste oder in den Rollstuhl usw… Ich zeigte verschiedene Techniken wie man Höhen überwinden kann. Für Kinder ist ein Klettergerüst durchaus attraktiv, also erzählte ich nicht viel von Transfer, sondern von klettern und erklimmen, von Türmen, Dächern und Bergen. Drum herum entwickelte sich langsam ein Erlebnispark. Einige fuhren schnelle Runden um meinen Parcour, andere bauten Burgen aus großen Schaumstoffbauklötzern, um diese wieder umzufahren. Auch Seile wurden als Spielgerät entdeckt. Kinder können halt am Besten spielend lernen und so entwickelte sich hier ein Paradies, nicht nur für die Kinder. Immer mehr Eltern trauten sich in den Rollstuhl, welche sie beim Elternsport am Tag zuvor bekommen haben, und versuchten sich selbst.

Auch die Eltern mussten ran

Auch die Eltern mussten ran

Elternsport ist auch ein täglicher Programmpunkt und ein wichtiger. Es geht darum den Eltern zu zeigen, wie das Rollstuhlfahren funktioniert. Zum einen können sie dann ihre Kinder besser verstehen, zum anderen aber auch wirklich mal einen Tipp geben. Auch soll es zeigen wie viel Spaß Rollisport machen kann und wie viel es bringt, wieviel man durch Spaß und Bewegung lernen kann. Auch die Eltern wurde von Tag zu Tag besser. Besonders schön fand ich das Experiment, wo sich die Eltern abwechselnd in den Rollstuhl setzten und von anderen schieben lassen, um zu merken, was sie ihren Kindern manchmal unbewusst antun. Eine abrupte Bremsung oder ein Richtungswechsel, spontanes Ankippen oder wegdrehen, wenn man mit anderen redet, sind nur einige Beispiele. Aber die Eltern sollten auch Hindernisse überwinden und Kippeln, sowie den Spaß bei verschiedenen Spielen erfahren dürfen.

Neben dem Sport und dem Training fand ich den persönlichen Austausch sehr wichtig. Von Tag zu Tag wurde man lockerer, man schloss die Kinder ins Herz und bekam im Gegenzug Vertrauen. Man hatte für die Kinder einen so hohen Stellenwert, dass die Eltern mit den Kindern zu uns kamen und ihre Worte bestätigen lassen mussten damit die Kinder das glaubten. Aber wir waren ja auch die, die sogar den Eltern noch was beibringen konnten. Die Gespräche und der Austausch mit den Eltern war für mich sehr wichtig, manchmal sogar etwas emotional. Ich habe schon lange nicht mehr so oft und ausführlich über mich, meinen Unfall, meine Behinderung und all die Steine auf dem Weg hierher gesprochen. Aber es ist schön, wenn man merkt, dass diese Erfahrungen, welche für mich heute total normal sind, für andere wegweisend sein können.

sitzen und flitzen

sitzen und flitzen

Bei den Kids konnte man eine enorm schnelle Lernkurve beobachten. Ein Beispiel war das fahren ohne Kippräder. Beim ersten mal waren alle noch misstrauisch und taten das nur wiederwillig. Zwei Tage später war es schon kein Problem mehr, wenn auch nur für ein paar Minuten und natürlich immer mit mir als Vertrauensperson dahinter. Ich bin mir aber sicher, dass schon bald der Moment kommt, an dem  diese Kids die Kippräder gar nicht mehr brauchen und wollen. Bei einem bin ich mir sogar sicher, dass er die schon jetzt nicht mehr bräuchte. Aber es bringt nichts darauf zu drängen, zumindest nicht jetzt und sofort. Man kann immer mal wieder darauf hin trainieren und schon bald wird das von allein kommen.

Die beste Bezahlung ist ein Kinderlachen

Die beste Bezahlung ist ein Kinderlachen

Bei anderen aus der Truppe war der Erfolg ein anderer. Hier stand nicht das kippeln im Vordergrund, sondern sich generell zu bewegen. Es war schön zu sehen wie auch die „langsameren“ Kids aus sich heraus kamen und immer aktiver und fröhlicher wurden. Egal ob es ein Seil als Spielgerät zu entdecken galt oder die Motivation aus dem Wunsch heraus kam bei einer Betreuerin auf dem Schoß zu sitzen. Der Erfolg war, dass man aus eignem Antrieb diese Wünsche umsetzen konnte.

Die Woche ging schnell vorbei, zu schnell, wollte man doch gern noch so vieles einbauen. Aber am Ende waren auch alle fertig, auch wenn alle beteuerten gerne länger bleiben zu wollen. Vor allem die Kids konnten sich noch nicht damit abfinden, dass wir Tschüss sagen müssen. Die Betreuer, also wir, taten uns aber auch schwer, hatten doch die Kids alle ein Platz in unserem Herzen bekommen. Ein paar beherzte Umarmungen und das Wissen, viele von den Kids bald wieder bei anderen Rollisportangeboten oder einem weiteren Mobikurs zu sehen, konnte aber beruhigen und so mussten nicht allzu viele Tränen vergossen werden.

Mobikurs Truppe

Mobikurs Truppe

Ich jedenfalls freue mich schon auf den nächsten Mobikurs, der hoffentlich nicht wieder zwei Jahre auf sich warten lassen muss. Helft mit und meldet eure Kinder an, denn die Kurse sind teilweise nicht ausgebucht und je mehr die Nachfrage wieder wächst, desto eher wird es auch wieder Kurse in anderen Teilen Deutschlands geben. Alle Infos zu den Kursen bekommt ihr auf der Seite von den Rollikids www.rollikids.de

Also bis bald im Skatepark oder in der Sporthalle!

Auch Rolltreppe fahren muss gelernt sein

Auch Rolltreppe fahren muss gelernt sein

/David

Der Fotografenpapa :)

Der Fotografenpapa 🙂 (rechts 😉 )

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WCMX im AckerPoolCo Hamburg

Das WCMX Jahr 2016 hat in Hamburg angefangen. Wir haben einen kleinen aber feinen Workshop im Ackerpoolco in Eidelstedt geschmissen, woraus ab April ein monatliches WCMX Treffen in Hamburg entstehen wird. Also liebe Hamburger, seht dieses Video als kleine Inspiration für folgende Sessions 😉 Außerdem waren wir noch in der Rindermarkthalle auf Sankt Pauli um auch dem Sonntag noch eine kleine Session zu schenken. Was heißt let’s shred auf nordisch? Let’s shred Digga! Also bis zum nächsten mal im Norden oder anderswo!


Jahresrückblick 2015

Ein Rückblick ist auch immer ein Ausblick, denn mit den Erfolgen aus dem alten Jahr, starten wir im Neuen wieder voll durch! - Foto: Anna Spindelndreier

Ein Rückblick ist auch immer ein Ausblick, denn mit den Erfolgen aus dem alten Jahr, starten wir im Neuen wieder voll durch! – Foto: Anna Spindelndreier

Als ich heute morgen aufgestanden bin, ist mir aufgefallen, dass ich noch gar nicht zurück geschaut habe. Ich habe noch gar nicht mein Fazit gezogen, noch keinen Strich unter das Jahr 2015 gemacht. So kann ich doch nicht ins neue Jahr rollen!

Deswegen möchte ich dies nun nachholen, bevor ich mit Lisa das Silvesterprozedere starte und mit ner Kiste Bier, ein paar Wunderkerzen und Panna Cotta Richtung Köln fahre.

Das Jahr 2015 war ein insgesamt sehr erfolgreiches Jahr. Es gab so viele WCMX Events wie noch nie, weltweit! WheelchairMX ist am Wachsen und ein Großteil davon wächst hier. Wir haben dieses Jahr über 20 Workshops in Deutschland, Österreich und Dänemark gemacht, haben den Sport vor dem Hamburger Rathaus beim Tag ohne Grenzen und auf der Rehacare präsentiert, sind mit einem kleinen Team zu den WCMX World Championships geflogen und haben mit den bisher gefundenen Talenten ein Team aufgebaut. Ein Team das nun weiter dafür sorgen kann, dass WCMX bekannter wird und noch mehr den Weg in die Skateparks finden . Ein Team, dass nun nicht nur die Chance hat an den World Championships teilzunehmen, sondern auch ein Team, das etwas bewirken kann. Aber wir sind nun auch in der Pflicht 2016 hier anzuknüpfen. Es müssen Möglichkeiten geschaffen werden, dass auch hier in Deutschland und Europa WCMX Competitions stattfinden, damit die Rolliskater hierzulande sich messen können, sich gegenseitig pushen und motivieren können. Aber erst mal schauen wir zurück auf das bisher geschaffte und das ist ein großartiger Rückblick.

Patrick Krause steht voll hinter WCMX - Foto: Uli Gasper / uliphoto.de

Patrick Krause steht voll hinter WCMX – Foto: Uli Gasper / uliphoto.de

Der erste Meilenstein war schon früh gesetzt, denn mit dem großartigen Engagement von den Rhinos aus Wiesbaden, wurde der erste monatliche WCMX Workshop in Europa ins Leben gerufen. Die Idee ein regelmäßiges Angebot zu schaffen kam von den Rhinos selbst und ich war begeistert. Schnell zeigte sich auch der Vorteil eines regelmäßigen Angebots, denn die, die dann öfter kommen, haben sich enorm verbessert. So können sie dann wiederum ihr Können mit denen teilen, die neu dazu kommen oder nur ab und zu vorbei schauen. Diese Idee soll nicht allen bleiben und so gibt es nun auch ein monatliches WCMX Treffen in Kassel und ab Februar starten wir damit in Dortmund. Ich hoffe, dass wir das auch bald in vielen Städten überall haben werden, damit alle eine Möglichkeit haben mit Unterstützung diesen tollen Sport zu starten.

WCMX World Championships 2015 Photo by Anna Spindelndreier

WCMX World Championships 2015 Photo by Anna Spindelndreier

Danach kam dann auch schon DAS Highlight des Jahres, die WCMX World Championships in Texas. Rise Adaptive Sports hat sich vorgenommen einen offiziellen Rahmen für diesen schnell wachsenden Sport zu schaffen und nicht zu viel versprochen. Ein Mega Event zum Auftakt mit Teilnehmern aus der ganzen Welt, bei denen wir mit vier Fahrern aus Deutschland hinter den USA das zweitgrößte Team bilden konnten. Das Resultat kann sich auch blicken lassen. Paul war als jüngster nicht US Fahrer 15. geworden, Lisa drittbeste Frau, Philipp kam sogar ins Finale und wurde am Ende 12. und natürlich mein 3. Platz hinter Aaron Fotheringham und Pedro Henrique!

Nach der WM haben Lisa, Anna und ich noch einen Trip nach Austin, Boston und New York gemacht. Wir hatten eine unglaublich gute Zeit und ein Großteil der Bilder die Anna auf der Reise gemacht hat, findet ihr mittlerweile in einem Buch von ihr, mit dem sie ihren Bachelor of Arts geschafft hat. „Sit and Skate“ heißt es und für nen paar Taler könnt ihr es auch in euren Händen halten! Was wir auf der Reise noch so alles erlebt haben könnt ihr hier im Blog nachlesen.

Zurück in Deutschland haben wir mit dem Rollstuhltraining Roll On in Dortmund weiter gemacht. Die Zusammenarbeit zwischen der RBG Dortmund 51 und der DSW21 hat sich als absoluter Erfolg erwiesen. Wir haben von der DSW21 einen Bus und eine Straßenbahn bekommen zum üben, inklusive kompetentem Personal, welche die Regelungen im öffentlichen Nahverkehr erläutert und diskutiert haben. Es gab sogar Bremstests mit beiden Fahrzeugen um die Wichtigkeit dieser Regelungen zu verdeutlichen. Auch Roll On wird es 2016 wieder geben – stay tuned!

Im Mai waren wir auch ein erstes Mal in Dänemark, genauer in Roskilde und Kopenhagen um ein kleines Video zu drehen und die Möglichkeiten für einen Workshop auszuloten. Der fand dann auch im September statt, an meinem Geburtstag und einer Torte mit mir drauf – super cool!

Der Sommer war voll gepackt mit WCMX Events und so kann ich gar nicht alle erwähnen, aber besonders in Erinnerung geblieben sind mir schon ein paar:
Hamburg, wie jedes Jahr eine tolle Zeit in einem tollen Skatepark,

Blick nach vorn und ab gehts! - Foto: Anna Spindelndreier

Blick nach vorn und ab gehts! – Foto: Anna Spindelndreier

Conne Island in Leipzig, ein kleines aber feines Event, dass wir definitiv wiederholen werden (am 4. Juni 2016 um genau zu sein),
Aurich, die größte Skatehalle Deutschlands, glänzt mit unendlichen Möglichkeiten und Barrierefreiheit, Wolfsburg, ein neuer Skatepark im Allerpark, der sogar einen Preis gewonnen hat für seine inklusiven Möglichkeiten,
Wien und Roskilde, zu denen ich gleich noch was schreiben werde.

Insgesamt ist es einfach großartig zu sehen, wie immer mehr Teilnehmer zu unseren Workshops kommen und wie wir immer wieder neue Skateparks für unsere Workshops erreichen. Es gibt noch so viele tolle Skateparks, die richtig gute Möglichkeiten für WCMX bieten und wir werden daran arbeiten auch dort das Rad ins Rollen zu bringen!

Markus Pösendorfer hat den Skatepark schnell erobert - Foto: Anna Spindelndreier

Markus Pösendorfer hat den Skatepark schnell erobert – Foto: Anna Spindelndreier

Der Sommer beinhaltete auch eine kleine Tour durch Österreich, vor allem durch den WCMX Workshop mit Skate4Life in Wien und dem Workshop in München hatten wir Grund genug ein paar Tage dort unten zu verweilen. Der Workshop in Wien war an sich schon großartig, ein neues Land mit dem WCMX Fieber anzustecken fühlte sich super an. Letztes Jahr hatten wir dort Urlaub gemacht und ich kam mit den Leuten vom Goodlands Skatepark in Wien Hütteldorf ins Gespräch. Am Ende stand ein Datum und wir kamen am 1. August in den Skatepark nach Wien zurück und freuten uns, dass dort schon einige Rollifahrer auf uns warteten. Einer von ihnen war Markus Pösendorfer, der vorbereitet schien mit seinem brandneuen Mike Box WCMX Stuhl. Er hat dann auch gemeinsam mit den anderen Teilnehmern den Skatepark gerockt und ich denke in ihn haben wir auch jemanden, der WCMX in Österreich vorantreiben kann und will. Also liebe Österreicher, ich hab seinen Kontakt, wenn ihr mit ihm ne Session machen wollt, schreibt mir. Er kann euch auch helfen einen Skatestuhl zu bekommen!

Auch das Schloss haben wir erobert - Foto: Anna Spindelndreier

Auch das Schloss haben wir erobert – Foto: Anna Spindelndreier

Von Wien aus sind wir nach Innsbruck gefahren, eigentlich um einen Skatepark bei Brixxlegg zu checken, aber angetan hat es uns dann die Stadt Innsbruck selbst. Mit dem Landhausplatz hat sie einen sehr bekannten Skatespot zu bieten, der super inklusiv ist. Denn es ist kein Skatepark, es ist ein städtischer Platz. Ein Platz an dem Leute chillen, vorbei laufen, stehen bleiben und halt rollen. Der Platz ist super geeignet für alles was rollt, er bietet für Skateboarder, Inliner, BMXer und eben auch für Rollstuhlfahrer eine Menge an verschiedenen Obstacles. Egal ob man einfach nur irgendwo runter rollen oder fette Tricks machen möchte, der Platz macht Spaß! Neben dieser Attraktion hat Innsbruck auch einige barrierefreie Seil- und Bergbahnen zu bieten, zum Beispiel auf die Nordkette und auf die Muttereralm! Checkt das aus wenn ihr in der Nähe seid!

Leider hab ich es im Sommer verpasst einen ausführlicheren Beitrag über diesen Trip zu schreibe, deswegen verzeiht mir , wenn ich das hier so kurz und knapp nachhole.
Über München ging es dann zurück nach Deutschland und München ist echt hammer für Skater. Die Stadt hat in den letzten Jahren viel in neue Skateparks, aber auch in alte Skateparks investiert und hat somit ein Riesenangebot für Rollsportfreaks.

Flowlandschaft im Gefilde - Foto: Andi Weiland | Sozialhelden e.V.

Flowlandschaft im Gefilde – Foto: Andi Weiland | Sozialhelden e.V.

Ich kenne leider bisher nur zwei Skateparks, aber beide haben mich gefesselt – an den Spot, nicht an den Rolli. Der Skatepark im Gefilde ist super flowig und bietet auch für Anfänger endlose Möglichkeiten, während Fortgeschrittenen auch nie Langeweile verspüren werden. Deswegen haben wir diesen Park als unsren Workshoppark auserkoren und den dann auch zusammen mit der Skateboardschule um Tobias „Albertross“ Kupfer  veranstaltet. Aber auch der Skatepark im Hirschgarten, wohlgemerkt der mit der riesigen Bowl, denn es gibt zwei. Der kleine ist aber kaum die Rede wert und deswegen zähle ich ihn auch gar nicht dazu. Die Bowl im Hirschgarten ist mit einem Cradle und einem tiefen Deep End nicht wirklich „Rollstuhlgeeignet“ aber für Fortgeschrittene WCMX Rider auf jeden Fall den ein oder anderen Drop wert. Lines gibt es dort viele zu entdecken (wenn man den Skatepark erst mal entdeckt hat) und ich würde dort wohl heute noch skaten, wenn uns nicht ein schweres Gewitter zum gehen aufgefordert hätte.

Up and down in the Munich desert - Foto: Andi Weiland | Sozialhelden e.V.

Up and down in the Munich desert – Foto: Andi Weiland | Sozialhelden e.V.

Auch in Frankfurt gibt es ja so einen super Rollstuhl geeigneten Skatepark im Osthafenpark. Dort haben wir es dann dieses Jahr auch endlich geschafft einen Workshop zu veranstalten. Ähnlich wie in München sind wir leider hinter unseren Erwartungen zurückgeblieben. Vielleicht lag es am super heißem Wetter, vielleicht lag es aber auch an unseren so hoch gesteckten Erwartungen an die „Mega Spots“. Wir werden es aber weiter versuchen auch dort WCMX zu etablieren, denn diese Skateparks schreien gerade nach Rollstuhlfahrern!

Am Ende des Sommers sind wir dann, wie bereits erwähnt, nochmal nach Dänemark gefahren. Dieses mal hatten wir dort einen Workshop und die Jungs aus Roskilde haben gezeigt was für ein Organisationstalente in ihnen stecken. Nicht umsonst ist dort eines der größten Festivals Europas zu hause! Jedenfalls haben wir in Roskilde einen perfekten Doppelspot vorgefunden. In der Halle Hal12, also indoor, und außerhalb im niegelnagelneuen Rabalderparken. Der Rabalderparken sollte auch einen Ehrenplatz bekommen in der Liste der Skateparks und WCMX Spots. Er ist in einen Wasserablauf integriert, aber so lange es nicht regnet, kann man ihn skaten, wie geil ist das denn bitte!!! Dort meinen Geburtstag zu verbringen war jedenfalls eine gute Entscheidung, denn was kann besser sein, als Geburtstage in mega geilen Skatespots zu verbringen, mit Freunden, neuen Talenten und einer Torte mit mir drauf? Ich glaube so viel gibt es da nicht. Top Talent dort war wohl der kleine Bastian Jensen, der im Skatepark aufgeblüht ist und ich hoffe ihn bald wieder zu treffen. Da ich kein Dänisch kann und er kein Englisch oder Deutsch, ist unsere Sprache WCMX und das klappt super, vor allem wenn jemand so schnell lernt wie Bastian.

Timo Schmidt droppt und rockt - Foto: Anna Spindelndreier

Timo Schmidt droppt und rockt – Foto: Anna Spindelndreier

Natürlich haben wir auch in Deutschland viele Talente entdeckt und einige von denen sind wiederum mittlerweile fester Bestandteil des WCMX Teams und regelmäßig bei Events dabei. Neben Philipp Cierpka, sind dies vor allem Timo Schmidt, Paul Engel, Björn Patrick Meyer, Lisa und ich. Nicht zu vergessen unseren neuen AG Leiter, Busfahrer und Freund Patrick Krause, unsere Fotografin Anna Spindelndreier und unsere italienische Austausch WCMXerin Ilaria Naef. Mit diesem Team haben wir dann auch die Rehacare bespaßt. Mit einem Skatepark der von DSGN concepts für den Tag ohne Grenzen der DGUV gebaut wurde. Es war super zu sehen, dass dieser Skatepark nun an mehreren Orten aufgebaut werden kann und ich glaube, dass dieser Skatepark somit noch viele neue Leute für WCMX begeistern wird. Aber zurück zur Rehacare und dem Team, denn das war sicher eins der Highlights der zweiten Jahreshälfte. Ausführlich findet ihr dazu einen Bericht in meinen Blogartikeln.

Shifty über die Welle - Foto: Anna Spindelndreier

Shifty über die Welle – Foto: Anna Spindelndreier

Eine Sache aber, die in meinem Rückblick zur Rehacare nochmal genauer ausgeführt werden muss, ist folgende Geschichte:
Ilaria hat von Mike Box einen WCMX Rollstuhl bekommen auf der Messe und es war grandios zu sehen, wie Ila mit ihrem neuen Stuhl jeden Tag den Weg nach Düsseldorf auf sich genommen hat um mit uns zu skaten. Sie hat sich in den vier Tagen so enorm verbessert und am Ende sogar bei unseren Shows mitgemacht. Es ist einfach ein tolles Gefühl zu sehen, wie bei Ila ein Traum wahr geworden ist. Mehr dazu, zu ihren Träumen und Gefühlen könnt ihr auf ihrem Blog finden.

Lisa und ihre Eltern nach der Abschlusszeromonie der OU - Foto: David Lebuser

Lisa und ihre Eltern nach der Abschlusszeromonie der OU – Foto: David Lebuser

Noch etwas, dass unbedingt erwähnt werden muss, ist Lisas Bachelor of Sciense in Psychologie, für den wir nach Milton Keynes geschippert sind. Ersteinmal sollte man Lisa hier natürlich gratulieren, aber der Trip selbst war wieder einmal ein tolles Erlebnis. Milton Keynes mit der Open University und dem wohl größten Fresstempel den ich je gesehen habe. Aber vor allem natürlich London, mit seiner schönen historischen Kulisse an der Themse und seinem fast genauso historischen Stockwell Skatepark in Brixton.

Abgeschlossen haben wir die Skate Saison mit einem Kurztrip nach Eindhoven und einen Besuch Wiesbaden , wo dieses Jahr auch alles angefangen hatte.

Mit 2000 Wörtern, die bestimmt eh keiner von euch komplett gelesen hat, sag ich nun: Guten Rutsch, rollt gut rein und habt einen guten Start ins neue Jahr!

Cheers

David + Lisa

Ein grünes neues Jahr! - Foto: Anna Spindelndreier

Ein grünes neues Jahr! – Foto: Anna Spindelndreier


Gedanken zu…Vorbildfunktion

Vorbildrolle? Beim rollen gern! - Foto: Anna Spindelndreier

Vorbildrolle? Beim rollen gern! – Foto: Anna Spindelndreier

In letzter Zeit werde ich öfter gefragt, wie es ist ein Vorbild zu sein und was es mir bedeutet. Jedes mal wenn ich diese Frage gestellt bekomme, mach ich mir meine Gedanken und eigentlich fällt die Antwort in der Kürze eines Interviews immer anders aus. Deswegen hier mal meine ausführlichen Gedanken dazu.

So ganz habe ich es wohl selbst noch nicht verstanden. Ich? Ein Vorbild? Wie ist das denn passiert? Eigentlich sehe ich mich immer noch lieber als den Rebellen, der einfach nur nicht das macht, was die Gesellschaft von einem erwartet. Denn nach meinem Unfall hieß es vor allem immer „Du kommst da nicht rein – das geht mit Rollstuhl nicht – da geht es nicht hoch“ und ich fühlte mich dadurch immer motiviert einen Weg zu suchen und dann zu sagen „DOCH!“. Dass ich damit einmal eine Vorbildrolle einnehmen sollte war mir nicht bewusst und heute ist das eigentlich immer noch so.

Blick nach vorn und ab gehts! - Foto: Anna Spindelndreier

Blick nach vorn und ab gehts! – Foto: Anna Spindelndreier

Natürlich weiß ich mittlerweile, dass jeder aktive und selbstständige Rollstuhlfahrer ein wichtiges Vorbild ist für Kinder im Rollstuhl oder auch für „Verunfallte“. Dennoch bin ich ja eigentlich immer noch „nur“ der Skater, der Rebell, der Unangepasste, der, der sich nicht sagen lässt wo er mit dem Rollstuhl rein, hoch oder runter kommt. Ich bin einfach ich und lass mich nicht in eine Rolle drängen. Doch genau das scheinen viele unter einer Vorbildfunktion zu verstehen. Ich muss nun der Heilige, sich immer adrett ausdrückende und zu jedem freundliche Rollstuhlfahrer sein. Aber auch ein Vorbild kann abseits seiner vorbildlichen Sachen einfach mal Mensch sein.

Gerade erst vor kurzem wurde ein Kommentar von mir gemeldet. Ich schrieb auf Englisch, weil war ja ein Video eines WCMX Kollegen aus den USA, dass sein Video „fucking awesome“ ist. In Deutsch hätte ich vielleicht geschrieben „geiler Scheiß“ oder „krasser Kack“. Das bin ich und wenn das schon reicht um diese Vorbildfunktion nicht mehr zu erfüllen, dann will ich das auch nicht sein. Natürlich kann man sich hier anders ausdrücken und natürlich soll man auch denken bevor man schreibt, aber ich werde nicht anfangen jedes mal zwei mal zu überlegen, sonder auch hier will ich einfach nur ich sein. Es gab eine längere Diskussion auf Englisch, in der es mich gewurmt hat, dass ich mich in Englisch eben nicht so gut und klar ausdrücken kann. Auch wurmt es mich jetzt, dass derjenige diesen Text hier gar nicht lesen wird, weil er ja gar kein Deutsch lesen kann. Schade eigentlich.

Kleine Erfolgserlebnisse in der Videoanalyse - Foto: Anna Spindelndreier

Kleine Erfolgserlebnisse in der Videoanalyse – Foto: Anna Spindelndreier

Aber zurück zu der oft gestellten Frage. Ja ich bin gerne Vorbild, wenn es darum geht ein posistives Beispiel für einen aktiven und selbständigen Rollstuhlfahrer zu sein. Ich bin auch gern Vorbild beim Sport, beim WCMX, meinetwegen auch beim Wheelsoccer oder anderen sportlichen Aktionen. Für Kinder, aber auch für alle anderen. Es gibt mir eine Menge, wenn Kinder sich durch mich motiviert fühlen, ihren Rollstuhl mehr zu nutzen und ihre Selbstständigkeit dadurch verbessern. Es ist toll, wenn „erworbene“ Querschnitte und andere „Frisch-Rollstuhlfahrer“ durch mich motiviert werden ihr „Schicksal“ zu überwinden oder aus ihrem „Loch“ herauskommen. Noch besser ist es, wenn ich es sogar schaffe ihnen zu vermitteln, dass es eben kein schlimmes Schicksal ist, sonder eine Chance. Eine Chance auf ein mobiles und selbstbestimmtes Leben. Das ist die Vorbildfunktion, die ich gern einnehme. Die, des lyrischen Wohltäters überlasse ich anderen, auch wenn ich wohl unterscheiden kann, wann und wo ich fucking scheißendreckarschmist sage und wo besser nicht.

Vorbild oder nicht, dass könnt ihr entscheiden. Am Ende bin ich einfach ich und das will ich bleiben. Verändert hab ich mich schon genug, denn vor wenigen Jahren hätte ich noch gesagt: Ick bin ick und dit bleibt so! Heute muss ich schon einen Berliner/Brandenburger gegenüber haben, dass mir mein so geliebter Dialekt noch automatisch über die Lippen kommt. Aber das ist ein anderes Thema.

In diesem Sinne, einen verkackt schönen Tag euch noch!

 

 


WCMX – Mit dem Rollstuhl im Skatepark

Lebbe springt!

Lebbe springt! Foto: DRS/Wittmershaus

Was ich mache, klingt für viele erstmal total außergewöhnlich, dabei nutze ich nur ein anderes Sportgerät. Selbst wenn ich mit meinem Rollstuhl im Skatepark unterwegs bin, finden die vielen Skateboarder und BMXer ausgerechnet mich am krassesten, dabei kann ich noch nicht mal nen Kickflip. Nein, also ich finde es schon super, wenn ich auch mal nen stoke im Skatepark bekomme, aber lieber weil ich dann auch wirklich nen dickes Gap gesprungen bin oder einen Trick nach Hundert Stürzen endlich geschafft hab. Meistens aber bekomme ich schon ein „Ey Respekt man“, nur weil ich mir den Helm aufsetze.

Ich denke, wenn Rollstuhlfahrer nicht so oft unterschätzt werden würden, dann könnten sich viele einfach viel eher darauf einlassen und es einfach normal finden. Ich schau mir ja auch Skateboarder an und applaudiere wenn sie was geiles gemacht haben, aber nicht schon wenn sie nen Fuß aufs Board stellen.

Skaten heißt für mich Freiheit und Selbstverwirklichung. Ich kann mir selbst neue Herausforderungen setzen und mich diesen dann stellen. Dadurch hab ich es dann im Alltag auch wieder etwas leichter. Denn je besser man seinen Rollstuhl beherrscht, desto besser kommt man auch damit durchs Leben – auch mal in Ausnahmesituationen. Diese Situationen hat man als Rollstuhlfahrer öfter. Ob kaputter Fahrstuhl oder schlechte Sicht beim Konzert. Manchmal muss man andere Wege nehmen, als die, die mit nem Rollisymbol gekennzeichnet sind.

Meine Sportart heißt WCMX, WheelchairMX, und darin bin ich auch 2014 sowas wie Weltmeister geworden. Eine echte Meisterschaft wird es erst in diesem Jahr geben, aber im kalifornischen Venice Beach unter Palmen gegen die Elite, rund um NitroCircus Star Aaron Fotheringham, den ersten Platz zu belegen ist so offiziell, wie inoffiziell nur sein kann.

Peace!

Peace! Foto: Uli Gasper

Das ich mal zur Weltspitze eines Sports gehören würde, konnte ich mir glaub ich schon lange nicht mehr vorstellen und das ich eine neue Sportart mitgestalten werde schon gar nicht. Was ich hier in Deutschland mache, haben ja viele schon mitbekommen. Ich gebe Workshops, für Rollikids und Junggebliebene, für Eltern, Geschwister und andere Interessierte. Ich möchte zeigen, dass das ein Sport für Jedermann ist, für den einen ist es eine einmalige Bewegunserfahrung, für den anderen das Leben. Es gibt Sicherheit im Alltag und man kann sich austoben ohne unvorhersehbare Gehwegschäden, Ampeln oder andere Alltagsstolpersteine. Nun aber will ich auch international helfen, WCMX voranzubringen. Denn noch sind USA, Deutschland, Kanada, Australien und Brasilien die einzigen Länder, in denen es schon regelmäßig Events für Rollstuhlfahrer im Skatepark gibt.

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In Texas hat sich rund um Rise Adaptive Sports, den Veransalter der 1. WCMX World Championships, einigen anderen Rollstuhlskatern und mir, ein Team geformt, dass Rollifahrer auf der ganzen Welt die Möglichkeit geben will, sich im Skatepark auszuprobieren. Noch steckt alles in den Kinderschuhen, aber schon jetzt ist WCMX eine der am schnellsten wachsenden Sportarten der Welt. Nun soll ein internationales Netzwerk geflochten werden, ein Netzwerk, dass zum einen dafür sorgen soll, den Sport bekannter zu machen, aber auch helfen soll in den verschiedensten Regionen Programme zu starten, zu finanzieren und zu fördern. Alles natürlich Step by Step und wer weiß, wo uns diese Stufen über all hinführen können. Zu den XGames? Paralympics? Oder doch nur zwischen Himmel und Hölle?

Ob es nun irgendwann zu den XGames geht oder nicht, auch Competitions und Wettkämpfe gehören einfach dazu. Man will sich messen, vergleichen und gucken wo man steht. Aber anders, als bei den meisten Leistungssportarten, steht beim skaten doch immer noch das Gemeinsame, der Austausch und das immer wieder Neue im Vordergrund und auf dieser Basis wollen wir es auch schaffen möglichst viele zu animieren Sport zu treiben und sich immer wieder herauszufordern. Bei WCMX geht es nicht immer um den fettesten Trick, nicht nur ein Backflip zählt, sondern vor allem auch der eigene Style, sich selbst zu verwirklichen und sich nach Außen zu präsentieren. Ich habe selten einen Behindertensport gesehen, wo verschiedene Behinderungen, unterschiedlicher Klassifikation, gemeinsam den selben Sport machen können. Jeder hat zwar mit anderen Einschränkungen zu kämpfen, aber jeder kann auch seinen Weg finden, diese auszugleichen.

Oft habe ich gehört, ich könne „das“ ja nur weil ich so tief gelähmt bin, wenn ich dann aber von anderen erzähle, die Th3 und höher gelähmt sind, dann sind das wieder Ausnahmen. Es werden aber immer mehr Ausnahmen. Schaut euch Darryl Keith Tait an oder Troy McGuirk. Ich glaube, dass jeder der Bock hat und ein bisschen Skate Lifestyle im Blut, wird sich auch entwickeln und schon bald Sachen im Skatepark machen, die man vorher selbst für unmöglich gehalten hat. So ging es mir und so ging es vielen anderen die ich auf meinem Weg schon getroffen hab.

50 Jahre Aktion Mensch

50 Jahre Aktion Mensch Foto: Aktion Mensch

Gemeinsam was ins Rollen bringen

Gemeinsam was ins Rollen bringen Foto: DRS

Damit auch weiter Rollstuhlfahrer diese Erfahrung machen können, werde ich auch weiter WCMX Events organisieren. Ich kann das allerdings nicht alleine. Ich brauche Hilfe, denn schon jetzt ist mein Kalender packe voll und ich möchte aber gern noch weitere Orte erschließen, um es noch mehr Leuten möglich zu machen, sich unter Anleitung das erste mal in den Skatepark zu trauen. Die Hilfe kann unterschiedlichster Art sein. Finanziell, organisatorisch, als freiwilliger Helfer, engagierter Netzwerker und noch vieles mehr. Ich arbeite mit verschiedenen Organisationen zusammen, um meine Projekte an den Start zu bekommen, vom Deutschen Rollsuhl-Sportverband und seiner neuen Kampagne „Gemeinsam was ins Rollen bringen“, über Aktion Mensch, UTE e.V., verschiedenen Skateboard Vereinen und nun auch der international agierenden WCMX Foundation. Ich freue mich über jeden, der Interesse äußert und aus vielen Interessenten sind mittlerweile Veranstalter für WCMX Events geworden. In den nächsten Jahren hoffe ich, das da noch viele dazu kommen und wir so überall bald Events für Anfänger und Fortgeschrittene haben, bis hin zu Competitions, um sich auch untereinander zu messen. Vielleicht gibt es dann auch irgendwann eine WCMX Weltmeisterschaft hier in Europa oder Deutschland und die Stars, wie Aaron „Wheelz“ Fotheringham oder Christiaan „Otter“ Bailey, kommen hierher, um sich mit unseren Rolliskatern zu messen.

Dieses Jahr geht es aber nach Texas, zur ersten offiziellen WCMX Weltmeisterschaft. Bis dahin bereite ich mich noch so gut es geht vor. Bei dem Wetter hierzulande gar nicht so einfach. Da wir in den USA aber auch einige Punkrockkonzerte besuchen werden, habe ich auch hier eine passende Vorbereitung für die kalte Jahreszeit gefunden: Punkrock Konzerte!

In Texas werden wir Nowherebound, in Boston Burning Streets wieder treffen. Was mir hierzulande schon so vorgekommen ist bei Konzerten, könnt ihr ja in einigen anderen Artikeln lesen 😉

/David

Mehr Infos zu WCMX.org? Na dann klickt euch doch mal durch: www.wcmx.org


Nix passiert? Doch!

Schon zwei Wochen 2015, vier Wochen seit dem letzten Artikel. Sach ma passiert hier eigentlich noch wat?

Ja und zwar bin ich dabei aus dem neuen Jahr ein verdammt gutes zu machen. Ab sofort gibt es hier auf der Seite die Rubrik Termine. Dort könnt ihr sehen wo ich in der Weltgeschichte rumturne und wenn ihr dabei sein wollt, dann macht mit. Klickt einfach mal drauf und guckt was geht. Dann schaut immer mal wieder drauf, damit Änderungen und Neuigkeiten nicht an euch vorbei gehen.

Wer mir ne Mail schreibt, dass ihr immer auf dem Laufenden sein wollt, den kann ich auch in den Verteiler setzen. Aber hier unter Termine findet ihr immer eine Übersicht.

Na dann arbeiten wir mal wieder weiter an diesem Jahr, bis später /David


Gedanken zu… 2014 – ein Rückblick

Deep End High Five (Foto: Anna Spindelndreier)

Deep End High Five (Foto: Anna Spindelndreier)

Puh, da ist es schon wieder zwei Wochen her, dass wir den letzten Beitrag hier veröffentlicht haben. Aber so ist das wohl in der Weihnachtszeit. Man hat keine Zeit, außer für Geschenkbesorgungen und Glühweinverkostung auf dem Weihnachtsmarkt. Natürlich ist es dann auch noch kalt, nass und dunkel, was die Lust etwas halbwegs produktives nach Feierabend zu tun deutlich senkt. Aber wenn man schon keine Zeit hat sich ein gutes Thema auszudenken, dann macht man halt einen Jahresrückblick.

Eigentlich mag man ja keine Jahresrückblicke. Die sind ja viel zu mainstream, aber dann ist es ja doch wieder interessant, kann man doch alte Themen des Jahres nochmal in Erinnerung rufen. Vieles vergisst man, vieles vernachlässigt man und sowieso verläuft vieles einfach so im Sand. Aber nicht nur die halbfertig diskutierten Aufreger des Jahres haben es verdient aus der Versenkung geholt zu werden, nein, vor allem die guten und schönen Erinnerungen sollte man nochmal ausgraben um Kraft zu tanken und den Blick wieder nach vorne zu richten. Genau das möchte ich nun tun, Motivation schöpfen für das neue Jahr mit Hilfe von Erinnerungen an das vorübergehende.

Januar

Das Jahr fing an mit einem echten Knaller. Naja, zumindest hat es bei mir geknallt, am 6. Januar bei den Proben zur Millionärswahl. Die Show von Sat.1 und Pro 7, die zum größten Flop des Jahres werden sollte, begann für mich eigentlich viel versprechend. Denn als ich am ersten Probetag ans Set kam, wurden gerade noch die letzten Schrauben in den eigens für mich errichteten Skatepark gedreht. Ein Prachtstück, individuell für mich zusammengesetzt. Das hat garantiert einiges gekostet. Ich war total begeistert und drehte meine Runden. Jede Runde wurde ich meiner Choreografie bewusster. Hier hoch, da runter, dort drehen, Sprung. Yeah das passt, aber hier könnte noch ein Rail hin. Auch die nächste Rund saß und es war alles drin. Von Drop in über Sprung bis hin zum Grind. Da war nur noch das Problem, dass ich auf die Schwung- und Startrampe nicht selbständig hoch kam . Deswegen wurde dort hinten ran noch eine Rampe gezimmert, zum gemütlichen hoch fahren. Das diese auch noch genau dort ankam, wo ich Schwung holte für meine kleinen Sprung, kam mir doch gelegen. Mehr Schwung, mehr Sprung dachte ich. Also nutzte ich den halben Meter mehr und sprang… höher… weiter… zu weit! BÄÄM ich sprang über die Rampe und tauchte, vorbereitet auf eine Landung in der Bank nach vorne geneigt, mit den Vorderrädern zuerst in den Betonboden. Der Oberkörper folgte mit viel Schwung und meine Arme wollten dies reflexartig abbremsen. Ich lag am Boden, schaute auf meinen Arm und wusste das der Traum geplatzt ist. Die Ecke in meinem Unterarm war ein klares Indiz dafür. Krankenhaus, statt Kameraprobe, Gips, statt Liveperformance. ich verbrachte ein paar Tage in einem Krankenhaus in Köln, kam aber für die Liveshow raus und konnte immerhin meinen dicken Arm in die Kamera halten. Die Show floppte und der Hanfverband gewann nicht nur diese Sendung, sondern auch die Million im halb abgesetzten Webfinale.

Die Moderatoren Elton (links), Jeannine Michaelsen (rechts). (Quelle: Sat.1)

Die Moderatoren Elton (links), Jeannine Michaelsen (rechts). (Quelle: Sat.1)

Februar

Ich wurde zum Efix Fahrer, damit ich wenigstens arbeiten und ein paar Konzerte besuchen konnte. Mein neuer Arbeitgeber, das Kindersanitätshaus 4ma3ma in Dortmund, stellte mir einen zur Verfügung. Schnell hatte ich den Namen D-Fix, obwohl ich lieber Nee-Fix sagte, denn das teil schafft bei weitem nicht mein Normaltempo und außerdem piepte es laufend mit verschiedensten Fehlermeldungen und verweigerte den Dienst. Naja, nichtsdestotrotz verhalf es mir zu ein wenig mehr Mobilität in dieser Zeit, wenn auch mit vielen Rückschlägen, denn meine Fahrweise konnte ich ja nicht von heute auf morgen umstellen. Also schaffte ich auch den Efix ein paar mal in die Knie mit gebrochenen Drehmomentstützen.
Sonst war der Monat recht ruhig, wie gesagt, ein paar Konzerte ohne Pogo, ein paar Basketballspiele vom Rand. Wenigstens ein Heimspiel der Borussia konnte ich mir angucken, da die anderen zu einem Turnier in Rahden waren. Am Ende des Monats nahm ich dann den Ball wieder auf und spielte beim Luise Guder Cup der SGH Berlin wieder im Trikot der RBG Dortmund 51 mit meiner Nummer 13. Es ging wieder bergauf.

März

Getreu dem Motto, wer Basketball spielen kann, kann auch skaten, war ich auch total heiß darauf wieder in die Rampen zu droppen. Natürlich war ich erstmal noch gebremst und mein Ziel, den Handplant zu schaffen, erst mal aufgeschoben. Dennoch wollte ich wieder carven, droppen und shredden. Am 28. März gab es dann ja auch den ersten Workshop des Jahres in Mühlhausen. Der Thuringia Funpark veranstaltete dafür einen inklusiven Skatetag und wir bespaßten einige interessierte Rollifahrer. Dazu gibt es auch einen MDR Beitrag der Sendung Selbstbestimmt. Außerdem entwickelten DSGN concepts einen Plan, wie man den Skatepark so modernisieren kann, dass er zeitgemäß und eben auch WCMX tauglich wird. Im gleichen Moment soll er natürlich für andere Rollsportarten genauso attraktiv bleiben und generell Anfängern, wie Fortgeschrittenen etwas bieten können. Keine einfache Aufgabe, aber DSGN concepts aus Münster lösten sie sehr gut. Das Konzept wurde vorgestellt und traf auch auf viel Gegenliebe. Leider hat sich bis heute, meines Wissens, kein großer Unterstützer finden können, sodass die Umbauarbeiten noch auf sich warten lassen.

April

Im April haben in Dortmund gleich zwei neue Workshop Reihen begonnen, die wir hoffentlich noch lange fortsetzen werden. Zum einen haben wir den ersten Rollikids Skate Day veranstaltet und somit einen Skate Workshop für die junge Generation Rollstuhlfahrer im Skatepark Dietrich-Keuning-Haus veranstaltet und zum anderen mit dem Roll On Workshop ein Rollstuhltrainingskonzept zum Leben erweckt, dass auch denen ein Training ermöglichen soll, die keine Fünf Tage am Stück frei schaufeln können oder es (noch) nicht von der Kasse bezahlt bekommen. Beides wurde ein voller Erfolg und soll auch im neuen Jahr fortgesetzt werden. Den Rollikids Skate Day möchte ich gerne auch in andere Städte exportieren, beim Roll On Workshop hoffe ich auf Nachahmer.

1. Rollikds Skate Day 2014 (Foto: Wittmershaus/DRS)

1. Rollikds Skate Day 2014 (Foto: Wittmershaus/DRS)

Mai

Wir wählten den Mai aus Anfang der Outdoor Saison aus, da er uns in den letzten Jahren immer viel Sonne und sommerliche Temperaturen gebracht hatte. Dieses mal brachte er leider eine Menge Wasser mit nach Hamburg, wo wir im Inselpark des ehemaligen igs Geländes den Betonbowl und Streetskatepark rockten. Der Skatepark ist super geeignet für Rollstühle und deswegen kamen auch bei miesem Hamburger Wetter eine Menge Shredder nach Wilhelmsburg. Auch unser spanischer Gast Toni Quinonero Martin zeigte ein paar Tricks auf nassem Beton und ganz neu dabei war auch das Rollstuhl Longboarden von Toni Hömpler.

Juni

Endlich war der Sommer da und man konnte wieder überall und immer ne Skatesession starten. Wir haben einen weiteren Skateworkshop in Gießen auf der Landesgartenschau veranstaltet, Wien bereist und damit den Grundstein gelegt für den ersten Skateworkshop in Östereich nächstes Jahr. Ansonsten stand bei mir die Vorbereitung auf die WM Teilnahme im Juli im Vordergrund. Kalifornien sollte natürlich wieder das absolute Highlight im Kalender werden. Deswegen wollte ich mich nach der Zwangspause am Anfang des Jahres auch ordentlich vorbereitet wissen.

Juli

California uber alles… so dröhnten die Dead Kennedys schon oft aus meiner Anlage in meine Ohren und nun war es wieder endlich soweit. Dieses mal hatten wir uns viel vorgenommen, neben der üblichen Teilnahme am Life Rolls On They Will Skate Again und der angeschlossenen WCMX Weltmeisterschaft, wollten wir auch das surfen im Pazifik probieren und über alles eine Dokumentation drehen. Wir reisten also mit einem kleinen Kamerateam nach LA und produzierten schöne Bilder, die ihr auch schon im Aktion Mensch Video bewundern könnt. Aber das soll nich nicht alles sein, denn wir haben noch soooo viel an sensationellen Aufnahmen, dass wir schon bald mit einem weiteren, längeren, besseren Film die Leinwände erobern wollen. Da das aber Zeit, Geld und Arbeit bedeutet, wird es wohl noch eine Weilchen dauern. Bei den ganzen Erlebnissen, Drehs und der Arbeit, ging fast unter, dass ich die WM dann sogar gewonnen hatte. Ich habe aber auch selbst lange gebraucht um zu realisieren, dass die Jury mich vor Aaron Fotheringham setzte und ich somit bis zum April 2015 als bester WCMX Rider der Welt in die Skateparks rollen kann. Immer noch klingt das total unreal, zumal Wheelz natürlich wieder alles weggerockt hat und jedem die Wurst von der Stulle zog. Dafür gewann er aber auch den Best Trick Contest, aber mein fast fehlerfreier und abwechslungsreicher Run überzeugte die Jury irgendwie und es reichte zum Sieg. Ich bin mir immer noch ziemlich sicher, dass es der Handkuss war, den ich Lisa aus der Bowl beim carven zu geworfen hab. Mein Kumpel Robert Thompkins gewann übrigens den Balls to the Wall Preis als Draufgänger unter den Rolliskatern.

Californian Sunset im Camp Woodward West

Californian Sunset im Camp Woodward West (Foto: Anna Spindelndreier)

Life Rolls On They Will Surf Again San Diego 2014

Life Rolls On They Will Surf Again San Diego 2014 (Foto: Anna Spindelndreier)

August

Nach der US Reise planten wir direkt den nächsten großen Trip. Dieses mal blieben wir aber auf dem heimischen Kontinent und machten einen kleinen Roadtrip durch Luxemburg, Frankreich, Spanien, Italien und die Schweiz. Wir erstellten unsere Touren so, dass wir auf dem Weg einige bekannte Skateparks und Spots mitnehmen konnten. Neben Barcelona, war vor allem Marseille ein besonderes Highlight. Marseille stellte uns zwar mit seinem Verkehr, der Parkplatzsituation und der Kriminalität auf die Probe, aber dann rockten wir die Marseille Bowls doch, am nächsten Tag in aller Früh, was sich als echter Vorteil erwies, denn der Bowl war weitestgehend frei und nicht so überfüllt wie am Abend. Außerdem war das Klima viel angenehmer. Auch Barcelona stellte uns auf die Probe. Meine Tasche mit allen Geldkarten, Ausweisen und Papieren wurde geklaut als ich grad einen der berühmtesten Skatespots shreddete, Barcelona Saints. Unseren Dieb haben wir auf Kamera, aber meine Tasche auf immer verloren. In Italien trafen wir Ilaria das erste mal, welche uns die schöne Stadt Varazze zeigte und uns zu Pestosüchtigen machte. In der Schweiz entdeckten wir ein Paradebeispiel für einen inklusiven Skatepark, ohne das man ihn so nennen muss. Einfach nur ein großer Skatepark bei dem an eine behindertengerechte Toilette gedacht wurde. Ziel unserer Reise war Potsdam, denn dort gab es einen weiteren Skateworkshop im jwd Lindenpark, was nun auch ein fester Termin im Kalender werden soll.
Auf dem Weg durch Europa reifte die Idee für diesen Blog, zuerst wollten wir einen Videoblog machen, stellten aber fest, dass wir eigentlich keine Zeit haben Videos zu editieren. Also entschärften wir die Pläne und machten ein Video, eigentlich sollte es nur einen Trailer darstellen, aber ich bin ehrlich, ich bin bisher noch nicht dazu gekommen auch nur eine Minute des eigentlich geplanten Roadmovies zu erstellen. Auch hier kann ich nur sagen: Video Soooooooooon!

September

Wasserski oder Wakeboarden? Beides scheint mir nicht zu liegen. Zumindest musste ich das wieder mal beim Let’s get wet Wassersportcamp in Duisburg feststellen. Aber dafür habe ich mich ins Kanu bzw. Kajak fahren wieder gefunden. Wenn ich das nächste mal eine Chance habe mich ins kühle Nass zu stürzen werde ich es wieder tun. Auch das Wakeboarden habe ich noch nicht abgeschrieben. Schließlich bin ich sogar im Pazifik Wellenreiten gewesen. Was war noch? Ach ja ich hatte Geburstag und habe den Club 27 überlebt. Außerdem gab es noch den dritten und vorerst letzten Teil unserer Roll On Workshop Reihe in Dortmund. Sehr experimentell mit einer „Schnipseljagd“ durch Dortmund, die am Ende doch mit Schnitzel belohnt wurde. Das Obdachlosenmagazin Bodo schrieb einen schönen Artikel über dieses Wochenende.

Oktober

Der Oktober bot ein ganz besonderes Highlight, welches auch noch ein Video und einen eigenen Beitrag hier bekommen wird (Soooon!) Bärlin Pedäl Bättle!!! Ein Ritterturnier auf Rädern, eigentlich auf Fahrrädern, aber wir haben es mit unseren Krüppelrittern infiltriert und wollen dies auch nächstes Jahr wieder tun. Mein Rekrutierungsblog und -video kommt, versprochen! Was gab es noch, außer verschwitzte Typen in Rüstungen, die mit Fahrrädern werfen? Na Aktion Mensch wird 50! Das Jubiläum habe ich schon das ganze Jahr in Zeitungen und Magazinen begleitet, nun waren Lisa und ich auch auf einer Veranstaltung mit dem Bundespräsidenten eingeladen. Was soll nun noch kommen? Ich weiß es auch nicht, aber 2015 wird auch einige Überraschungen für Lisa und mich bereithalten.

Jubiläumsanzeige der Aktion Mensch

Jubiläumsanzeige der Aktion Mensch

November

Im November wurde es ruhiger, aber nicht ruhig. Crowdsurfing bei Konzerten entwickelt sich zu meiner neuen Lieblingssportart und wie ihr hier im Blog lesen könnt, waren wir auch wieder unterwegs, in Ulm und Leipzig. Die Messe Abgefahren in Leipzig zeigte mein Video aus Kalifornien und ich quatschte ein wenig darüber, eine kleine Show Einlage gab es am Sonntag natürlich auch. In Ulm waren wir zu Gast in der Popbastion und der dort angesiedelten Reithalle, welche eigentlich eine Skatehalle ist. Wir ritten also unsere Rollstühle durch die Halle und konnten wieder viele junge und alte Rollifahrer eine Möglichkeit geben sich auszuprobieren und ihre Fähigkeiten zu erweitern.  Sonst hieß es wieder vom Skatepark aufs Basketballfeld. Die Basketballsaison war bereits im vollen Gange und so langsam fand auch ich mein Feingefühl für den Ball wieder. Die RBG Dortmund 51 konnte die Hinrunde der Regionalliga West äußerst zufriedenstellend beenden und geht an der Spitze in die Winterpause, welche bis Februar andauern wird.

Dezember

Die kalte Jahreszeit hat mit skaten eigentlich nicht mehr so viel gemein, denn oft ist es einfach zu nass und zu kalt. Vor allem Veranstaltungen gibt es eher selten, da die Hallen auch nicht gut beheizt sind und draußen weiß man ja nie was das Wetter so vor hat. Doch das kleine Ackerpoolco in Hamburg Eidelstedt lud kurz vor Weihnachten doch nochmal in eine kleine, aber gut beheizte Skatehalle ein. Das konnten und wollten wir nicht abschlagen und beendeten die Skatesaison mit einer schicken kleinen Session. Gleich drei Drop In Neulinge bei einer Achtköpfigen Truppe dürfte auch so was wie ein kleiner Rekord sein.

Es war ein tolles Jahr und ich freue mich auf 2015. Noch mehr Workshops, noch mehr Skateparks und die WM in Texas. Ein schönes Jahr wird es werden, wenn es auch nicht ganz stressfrei bleiben wird.

Vielen Dank an alle, die mich begleitet und unterstützt haben. Vielen Dank an alle, die mich supporten und anfeuern. Vielen Dank an alle, die meine Videos, Links und Fotos in die Welt hinaus tragen.

Danke auch meinen Sponsoren Schwalbe, Iriedaily, RehaOptimal Onken, Team Box Wheelchairs, Art of People und den vielen weitern Unterstützern, Crowdfundern und allen, die geholfen haben, ob mit Zeit, Engagement oder Geld.

Ich freue mich euch alle nächstes Jahr wieder zu sehen und ich freue mich auf die, die ich nächstes Jahr kennen lernen werde.

Frohes Fest und einen guten Rutsch ohne Glatteis wünschen euch Lisa und David.

 

 

/David

Fotos: Anna Spindelndreier

Foto: Anna Spindelndreier

 

Fotos: Anna Spindelndreier

Typen! Mit Robert Thompkins (Foto: Anna Spindelndreier)

Fotos: Anna Spindelndreier

Foto: Anna Spindelndreier