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sit ’n‘ skate – Destroying Stereotypes

Fragt ihr euch auch warum hier manchmal ewig nix neues kommt? Sitzen die eigentlich nur rum? Haben die nix mehr zu berichten? Jein!

Ja, wir sitzen rum! 😉 Aber wir haben noch jede Menge vor, nur das unser neuestes Projekt jede Menge Zeit frisst gerade. Sitzen und Skaten ist ja ohnehin unser Motto, also haben wir nach dem tollen Fotobuch von Anna Spindelndreier uns nun auch ein passendes Logo gegeben und unter diesem Logo soll nun einiges passieren.

Abgesehen von der schon bestehenden Facebook Seite und dem Instagram Account, ist das vor allem einmal ein neuer Youtube Kanal. Ja, schon wieder ein neuer Kanal. Für alle die sich jetzt fragen, was das schon wieder soll, folgt hier eine kleine Erklärung.

Ich war mit meinem Kanal „David Lebuser“ auf dem ich seit 2009 WCMX Videos online gestellt habe nie so wirklich zufrieden, allein schon wegen dieser blöden URL, die ich mir ausgesucht hab zu einer Zeit, in der ich mich nie als Videomaker gesehen habe. Mit diesem Blog „The Wheel Rocking World of Lisa and David“, kam dann ein neuer Youtube Kanal, doch auch hier war die URL wegen des langen Namens nicht so wie gewünscht. Deswegen heißt nun dieser Blog auch nur noch „Lisa and David!, aber die URL vom Kanal lässt sich leider nicht mehr ändern . Da haben wir zu schnell geschossen. Mit dem neuen sit’n’skate Kanal wird es dann auch bald eine kürzere URL geben (sobald wir 100 Abonnenten haben – also los abonniert den Kanal 😉 ), außerdem einen einheitlichen Style mit unseren anderen Projekten.

lisaanddavid_header

Der Grieche hat uns einen neuen Header gebastelt – vielen Dank!

Denn unter sit’n’skate wollen wir nicht nur online auftreten, sondern immer und überall. Ja, wir machen uns damit selbstständig! Egal, ob Skatetreff, Workshop, WCMX event oder Präsentation… ab jetzt heißen wir sit’n’skate! Und ob wir am Ende mehr coole Klamotten kreieren oder mit anderen Aktionen unsere Brötchen verdienen, werden wir sehen. Auf jeden Fall starten wir gerade eine erste Testreihe von DIY Shirts, Sticker und ähnlichem. Außerdem kreieren wir „Produkte“ mit denen wir auf den Markt wollen und so richtig Kohle scheffeln können –  nein Quatsch – natürlich haben wir auch hier das selbe Ziel, wie bei all unseren Aktionen: Wir wollen werben für Teilhabe, Inklusion und vor allem wollen wir diese blöden veralteten Stereotypen aus den Köpfen verdrängen!!!

sit-n-skate_logo_conv

Warum wir dafür nun die Selbstständigkeit wählen, ist schnell erklärt. Mit all unseren ehrenamtlichen Engagements kommen wir nicht mehr hin. Weder zeitlich, noch finanziell. Wir sind hier am Limit, dabei wollen wir darüber hinaus noch viel mehr machen! WCMX muss bekannter werden, der Rollstuhl soll nicht nur als blödes Hilfsmittel gesehen werden und um die Masse zu erreichen, muss einfach noch viel mehr Zeit investiert werden. Wir wollen also nicht reich werden, sondern wir wollen versuchen davon zu leben und somit noch flexibler in unserem Engagement zu sein!

Ihr wollt uns dabei helfen? Die Gelegenheit kommt mit Sicherheit, aber jetzt helft ihr uns vor allem erst mal, indem ihr unsere Facebook Seite liked, unsere Inhalte teilt, auf Instagram folgt und unseren Youtube Kanal abonniert.

Vielen Dank schon mal und #staytuned –  da kommt noch einiges!

 

Cheers Lisa + David

 

 


Rollstuhlfahrer = Lügner

Wieder mal am Flughafen Düsseldorf, wieder mal haben wir den Rollstuhl erst am Gepäckband bekommen und wieder mal mussten wir uns fühlen wie Bittsteller, die einen total überdimensionierten Service fordern.

Auch wenn uns dieses mal keine Prügel angedroht wurde, so bleibt dieser fade Beigeschmack. Denn wie kann es sein, dass wir jedes mal bezichtigt werden, etwas total exklusives zu fordern? Eine Flugbegleiterin von AirBerlin meinte, als sie das Thema aufgeschnappt hatte, dass nirgendwo die Rollstühle zum Gate gebracht werden. Darauf hin sagte ich, dass dies nicht richtig sei und zählte eine (meiner Meinung nach mittlerweile recht imposante) Liste an Flughäfen auf, an den das problemlos klappt. Dennoch sagte sie dazu: Nein, das stimmt nicht!

Was soll das? Warum sollen wir denn so einen Spaß daran haben irgendwelche Lügen zu erzählen??? Sind wir als Rollstuhlfahrer nicht glaubhaft? Irgendwo weiter vorne habe ich noch ein „jaja das erzählen die immer“ aufgeschnappt, weiß aber nicht den Kontext dazu, aber es würde hier super reinpassen und ich unterstelle einfach mal, dass es auch um dieses Thema ging. Dann frage ich mich aber, warum die immer noch denken, dass wir Scheiße erzählen, anstatt sich mal zu fragen, ob da nicht doch was dran ist!?

Auf dem Hinflug hat alles super funktioniert, auch in Düsseldorf. Keine dummen Fragen, kein Geeier, Rolli bis zum Gate, Sitze nebeneinander, in Stockholm Rolli zum Gate… alles super! Aber auf dem Weg zurück wieder die alte Leier… dieses mal werden wir auch eine Beschwerde an den Flughafen selbst schreiben, ob es was bringt, mag ich noch bezweifeln.

Wer dies auch tun möchte, kann seine Meinung hier dem Flughafen DUS geigen: https://www.dus.com/de-de/kontakt/feedback

/David


Living on the Road

Wir sind viel unterwegs, das hat der ein oder andere schon mitbekommen. Nun mussten wir aber in den letzten zwei Jahren immer alles in Lisas kleinen Lupo quetschen oder uns ein Auto ausleihen. Wir sind dadurch auf jeden Fall zu Packprofis geworden und können viel Gepäck ganz gut auf wenig Fläche verteilen. Doch auch wenn unser Rekord im Lupo mit drei Rollstühlen, zusätzlich ein Paar Rädern, zwei Koffern plus Rucksäcke und Taschen manch einem imponiert, wollten wir das so nicht mehr.

Wenn wir zu einer Veranstaltung fahren, wollten wir nicht mehr überlegen was nun wichtiger ist, mehr Schoner und Helme oder lieber weniger, aber dafür noch einen Leihrollstuhl? Selbst mit meinem alten Passat war man da nicht allzu flexibel, zumindest hatten wir nie die Freiheit zu sagen: Macht euch keine Sorgen, wir bringen alles mit! Man musste immer vorher organisieren. Die Rollstühle die dann oft vor Ort standen, waren nicht das Gelbe, nicht mal das Weiße vom Ei und Helme und Schoner waren dann auch nur oft in nicht ausreichender Zahl da.

Bei unserem Roadtrip durch Frankreich, nach Barcelona, Norditalien und der Schweiz, schliefen wir im Passat, mussten aber jeden Abend das ganze Gepäck vorne auf die Sitze stapeln. Auch da mussten wir Tetris spielen, denn wenn erst einmal alles gestapelt war, mussten ja noch unsere Rollis oben auf dem Turm bzw unters Dach!!!

img_7047Aber das alles ist jetzt vorbei! Die Roadtrips? Nein, ab jetzt ist das ganze Leben ein Roadtrip, zumindest fühlt es sich nun so an. Denn wir haben nun einen VW Crafter und uns damit dezent vergrößert… vom Lupo… Und unser erster Roadtrip mit unserem Crafter nach Dänemark und Schweden, dessen Skateparkstationen ihr euch auf Instagram anschauen könnt, hat bewiesen, dass dies nun alles nicht mehr nötig ist. Ok wir müssen nun beim Packen auf andere Sachen achten, denn es ist total blöd, wenn man feststellt, dass das was man braucht ganz hinten im Laderaum ist. Aber zumindest können wir in unser selbstgebautes Hochbett klettern ohne irgendetwas großartig umzuräumen. Wir können nun sechs Rollstühle mitnehmen und noch Ersatzräder und Werkzeug und Schoner und Helme und und und einfach alles!!!

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Diese Freiheit macht uns nicht nur das Leben einfacher, es bringt uns auch so viele neue Möglichkeiten, die wir nutzen wollen. Ob wir demnächst auf Tour gehen oder welche Türen sich damit noch öffnen, werden wir sehen, werdet ihr lesen und wir werden uns dann treffen, irgendwo on the Road!

Cheers

img_2667 Demnächst wird er dann noch weiter verschönert und ausgebaut.  #staytuned
/David

 

 

 

Auf dem Trip nach Dänemark/Schweden, sind wir viele Skateparks angefahren. Hier einige Videos dazu (mehr gibt es auf www.Instagram.com/datlebbe )

Zur Erinnerung an den Passat:


Guter Flughafen Böser Flughafen

Nachdem wir letztens in Düsseldorf ja sehr schlechte Erfahrungen gemacht haben, wollen wir heute mal erzählen, wie es auch sein kann.

Wir sind für zwei Wochen nach Kalifornien geflogen. Dieses mal von Frankfurt und die Unterschiede zu unseren Erlebnissen in Düsseldorf sind enorm. Selbst bevor wir von Flughafenmitarbeitern bedroht wurden, mussten wir in Düsseldorf immer wieder diskutieren, wurden unfreundlich und unangenehm behandelt. In Frankfurt fühlten wir uns bisher jedes mal wohl. Wir fühlen uns in Frankfurt verstanden und akzeptiert und bekommen die Hilfe die wir brauchen von fröhlich-freundlichem Personal.

Bei der Lufthansa in Frankfurt beginnt schon beim Check In die positive Erfahrung. Da es dort einen speziellen Check In Schalter für Familien und Menschen mit Behinderung gibt, sitzen dort Leute, die mit der Thematik vertraut sind. Dies macht vieles einfacher und schneller, insgesamt viel angenehmer in der Abwicklung. Auch unser Sperrgepäck (Ersatzräder, 2. Rollstuhl) wurde von dort abgeholt, unsere Rollstühle für die Lieferung ans Gate markiert.

Danach wurden wir von einem freundlichen Mitarbeiter begleitet, der uns bis zum Gate gebracht hat. Wir hätten das Gate auch alleine gefunden und normalerweise sagen wir auch, dass wir erst am Gate Hilfe benötigen. Woraufhin wir uns ja letztens in Düsseldorf einige blöde Sprüche vom Personal drücken lassen mussten. Da dies aber ein sehr angenehmer und entspannter Zeitgenosse war, unterhielten wir uns auf dem Weg sehr gut und er war einfach nur ein netter Begleiter.

Auch im Flugzeug gab es keine Probleme. Wir durften ohne Diskussion nebeneinander sitzen auf den Sitzen, die wir uns ausgesucht haben. Diese waren möglichst nah an den Toiletten, sodass auch der Klogang problemlos möglich war. Naja zumindest für Lisa waren die paar Schritte machbar. Es gab zwar einen Stuhl an Bord mit dem man mich hätte die paar Meter zur Toilette bringen können, aber ich entschied mich den kurzen Weg auf dem Arsch hin zu robben und aufs Klo zu klettern. Das sorgte zumindest dafür, dass ich gehen konnte wann ich wollte und nicht warten musste, bis jemand von den Flugbegleitern Zeit hat.

In Los Angeles bekamen wir direkt am Gate unsere Rollstühle, so wie es sein soll und sind dann alleine, nachdem wir uns für die Hilfe bedankt und gesagt haben, dass wir von hier aus klar kommen, durch die Sicherheitskontrollen und zum Gepäckband gerollt. In einem barrierefreien Flughafen, in dem man die Aufzüge selbst bedienen kann auch kein Problem. In Düsseldorf braucht man für einige Aufzüge einen Mitarbeiter!

Auch auf der Rückreise lief alles super. Wir sind abends geflogen, mussten den Mietwagen aber schon vormittags abgeben, sodass wir schon 8 Stunden zu früh am Flughafen waren. Wir konnten aber am Check In Schalter für einen früheren Flug unser Gepäck abgeben. Auch in LA wurde alles problemlos angenommen, unser Sperrgepäck abgeholt und wir wurden weder auseinander gesetzt, noch mit irgendwelchem Halbwissen aufgehalten.

Die Wartezeit konnten wir nun ohne Gepäck super nutzen und nahmen den Bus nach Santa Monica um noch einige Zeit dort zu genießen. Als wir wieder am Flughafen waren, ging alles super schnell. Wir kamen locker durch die Sicherheitskontrollen zum Gate und hatten sogar noch genug Zeit vor dem Boarding um in Ruhe auf Klo zu gehen. Doch dann wurden wir ausgerufen zum Gate gebeten. Das Boarding sollte früher beginnen. Aber selbst die kleine Hektik Einlage tat der guten Erfahrung keinen Abbruch, denn auch hier wurden wir nun ganz entspannt auf die Sitze gebracht. Leider waren das dieses mal nicht die, die wir uns ausgesucht hatten.

Doch auf Nachfrage durften wir auf diese Sitze umziehen und hatten nun sogar etwas mehr Beinfreiheit, was einen 10 Stunden Flug um einiges komfortabler macht.

In Frankfurt warteten schon unsere Rollstühle auf uns am Gate und wir bekamen wieder einen super Service, der so ein krasses Gegenteil zu unseren Erfahrungen in Düsseldorf darstellt wir man sich kaum vorstellen kann.

Der Grund für die schnelle Eskalation in Düsseldorf letztens war, dass wir mit dem Satz begrüßt wurden: „Ihre Rollstühle bekommen Sie am Band.“ Kein freundliches Hallo, kein wir schauen mal was wir machen können, kein wir versuchen unser Besten, nein nur ein geht nicht gibts nicht: „Ich arbeite hier schon seit Jahren. Das klappt bei uns nie!“ Ich verlangte meinen Rollstuhl und die einzige, die professionell uns serviceorientiert handelte, war der Ramp Agent, der das Boarding aufhielt und unsere Rollstühle bringen lies. Air Berlin und die Rollstuhlassistenten verneinten die Möglichkeit immer noch als unsere Rollstühle längst da waren.

In Frankfurt nun war das gar kein Problem und auch die Begleitung war hier wieder sehr aufmerksam und nett, sodass wir uns gern von ihnen bis zum Gepäck bringen ließen. Im Gegensatz zu Düsseldorf, wo wir uns blöde Sprüche anhören mussten und froh waren, dass wir die Typen endlich nicht mehr brauchten (nach dem sie uns den Aufzug bedient hatten, für viel mehr brauchten wir sie ja nicht).

In Frankfurt mussten wir die Reise mit dem ICE fortsetzen, was den Vorteil hatte, dass wir unser Gepäck direkt am Bahnhof abholen konnten. Auch der Einstieg in den ICE mit der Deutschen Bahn verlief problemlos.

Nach den Erfahrungen in Düsseldorf, frage ich mich nun, warum Düsseldorf sich nicht ein Beispiel an den Abläufen in Frankfurt nehmen kann. Warum muss die Erfahrung so extrem unterschiedlich ausfallen?

 

/David

© Photographer: Jens Goerlich - © Models: Jens Goerlich - © conditions: worldwide, 5 years, no advertising

© Photographer: Jens Goerlich – © Models: Jens Goerlich – © conditions: worldwide, 5 years, no advertising


Flugschäden

Düsseldorf – Kopenhagen, das ist momentan unsere Hausstrecke könnte man sagen. Dank den engagierten Leuten aus Roskilde, die ein WCMX Event nach dem anderen organisieren, können wir öfter  ins schöne Sjælland reisen. Wir haben uns sogar für das Bonusprogramm von AirBerlin angemeldet, weil die eine gute und günstige Verbindung anbieten. Bisher waren wir auch immer sehr zufrieden, doch dieses mal sollte sich einiges ändern.

Es fing damit an, dass unser Hinflug annulliert wurde. Der Grund dafür wurde uns nicht genannt, was doof ist, weil man so eventuelle Ansprüche nicht hundertprozentig prüfen kann. Jedenfalls mussten wir eine Nacht im Hotel am Flughafen Düsseldorf übernachten, statt, wie geplant, in Malmö. Wir haben extra einen Tag eher gebucht, um endlich mal auf die schwedische Seite nach Malmö zu kommen. Ok, kann passieren, Ersatzflug war ja direkt am nächsten Morgen. Kein Malmö, aber zumindest verpassen wir nichts von den WCMX Shows beim Roskilde Festival.

Als wir in Kopenhagen ankamen, mussten wir uns aber in komplett durchnässte Rollstühle setzen. Offenbar hat das Bodenpersonal in Düsseldorf unsere Rollstühle längere Zeit im Regen stehen lassen. Nun kann man natürlich sagen, ihr hättet ja das Kissen rausnehmen können, aber zum einen gibt es Polster am Rollstuhl, die man nicht einfach so abnehmen kann, zum anderen wollen die ja auch, dass man möglichst wenig mit an Bord nimmt und das man schnell ist. Immer wieder muss man sich fragen, warum das Personal nicht geschult wird, mit den Sachen fremder Menschen sorgsam umzugehen. Dieses mal standen unsere Rollstühle nur im Regen, aber bei vielen anderen Flügen, wurden Sie geschmissen, sind runtergefallen, es haben ganze Teile gefehlt oder es waren sogar ernsthafte Schäden dran. Von Lackkratzern bis hin Beulen oder verbogenen Teilen, auch von Totalschäden hört man immer öfter. Da sind ein paar nasse Polster halb so wild, blöd nur, dass die individuell angepasst sind und somit der Schaden eventuell doch in den vierstelligen Bereich gehen kann…

Nun ja wir waren mit einem Tag Verspätung in Kopenhagen angekommen. Malmö haben wir ausgelassen und sind direkt nach Roskilde zum Festival. Wir hatten dort ein paar heftige Tage, eine hammermäßige Show vor vielen Hundert Leuten und eine verdammt gute Zeit. Doch ich überspringe diese Tage, denn ich möchte zum Rückflug kommen und meine Erlebnisse am Flughafen Düsseldorf teilen.

nicht schwer zu verstehen, oder?

nicht schwer zu verstehen, oder?

Am Flughafen Kopenhagen haben wir unsere Rollstühle mit zusätzlichen AirBerlin Tags versehen lassen, die eindeutig sagten, dass die Rollstühle ans Gate gebracht werden sollen. Dennoch kamen die Rollstuhl Assistenten des Flughafens DUS mit der Info, dass die Rollstühle am Band auf uns warten. Ich weigerte mich aber in den Rollstuhl des Flughafen überzusetzen und es entbrannte eine große Diskussion, ob wir ein Recht darauf hätten. Ich sage ganz klar ja, wir haben ein Recht darauf unsere Rollstühle, wie angemeldet und abgesprochen, am Gate zu bekommen, damit wir uns selbstständig, selbstbestimmt und ohne Hilfe durch den Flughafen schieben können. Wir bekamen unsere Rollstühle dann auch nach einigen Minuten völlig problemlos. Nur AirBerlin und die Mitarbeiter der Firma Klüh sahen dort Probleme wo keine waren und entfachten diese riesige Diskussion. Nun könnte man ja denken, dass sich damit alles erledigt hat, wenn da nicht ein streitsüchtiger Mitarbeiter der Rollstuhlassistenten gewesen wäre.

Die Mitarbeiter der Fa. Klüh mussten uns ja immer noch bis in den öffentlichen Bereich bringen, da man den Fahrstuhl am Gate nicht ohne Schlüssel bedienen kann. Einer der Mitarbeiter sagte uns immer wieder seine abwertende Meinung. Er glaube nicht, dass wir selbstständig sein können und wir seien auf seine Hilfe angewiesen, dass habe man ja grad gesehen. Dieses wiederholte er mehrfach und selbst als wir im öffentlichen Bereich uns nun von denen lossagen wollten, hielt er es für angebracht uns das nochmal zu sagen. Der Weg sei ja so weit, das können wir ja gar nicht alleine schaffen.

Ich sagte ihm nochmals, dass wir von hier an keine Hilfe mehr benötigen und sie einfach abhauen sollen. Selbst Lisa, die bis hierhin noch ruhig geblieben ist, war nun angepisst und wollte den Namen von dem Mitarbeiter wissen, um eine Beschwerde zu formulieren. Der Typ drehte sein Namensschild um und fing an aggressiv zu werden. Nun fragte ich ihm nach seinen Namen, woraufhin er mir die Mütze vom Kopf schlug. Sein offensichtlich stummer Kollege hielt ihn daraufhin zurück. Wer weiß was er sonst noch gemacht hätte. Sie gingen weiter, doch nun war ich endgültig auf 180 und wollte seinen Namen erfahren. Wir folgten ihnen ein paar Meter und dann drehte er sich um, erhob den Aisle Chair, mit dem wir aus dem Flugzeug geholt wurden und einer Sackkarre nicht unähnlich ist. Er drohte mir mit dem Stuhl in der Hand: „Soll ich dich nochmal zum Krüppel schlagen?“ Sein Kollege hielt ihn abermals fest und zog ihn davon. Um uns herum standen geschockte Passanten und Mitarbeiter des Flughafens, aber außer einen geschockten Blick unternahm niemand etwas.

Wir folgten den beiden weiter, bis sie im nicht öffentlichen Bereich verschwanden. Wir gingen nun weiter und suchten einen Bundespolizisten auf, um den Vorfall zu melden. Er nahm sich der Sache gerade an, als die beiden Typen um die Ecke kamen. Er sprintete hinterher und hielt sie fest.  Wir mussten noch eine Zeit warten bis die Kollegen der Landespolizei NRW  den Fall übernahmen. Währenddessen legte sich der Schlägertyp auch noch mit dem Polizisten an und spielte die Ausländerkarte (ja genau der Typ, der uns auf unsere Behinderung reduziert hat). „Wieso ist von vornherein klar, wer der Schuldige ist? Nur, weil ich Ausländer bin?“ Daraufhin stellte der Polizist erstmal klar, dass hier alle Leute festgehalten werden um die Sache zu klären und er sich nicht von ihm als Rassist in Ausübung seiner Pflicht darstellen lasse.

Später ließen wir dann eine Anzeige aufnehmen, woraufhin der Typ mich auch direkt wegen Beleidigung anzeigen ließ.

Anschließend begaben wir uns zur Firma Klüh, die für die Serviceleistung für mobilitätseingeschränkte Flugreisende dort zuständig sind, und beschwerten uns dort ebenfalls. Der Geschäftsführer war sehr dankbar, aber auch schockiert. Der Mitarbeiter hat auf jeden Fall mit Konsequenzen zu rechnen, eine Schulung reiche bei diesem Vorfall sicher nicht mehr aus. Dies sei in all den Jahren noch nichtmal ansatzweise passiert und er garantierte uns, dass er alles tut, das uns und anderen so etwas nie wieder passieren würde.

Das Gespräch war sehr positiv, wir fühlten uns verstanden und haben auch einige interessante Informationen bekommen. So ist es z.B. tatsächlich EU Recht, einen speziell angepassten Rollstuhl (wenn vorher angemeldet) direkt am Gate zu bekommen. Dass man dieses Recht aber auch bekommt, liegt leider nicht in der Hand der Rollstuhlservice-Mitarbeiter, sondern in der der Airline bzw. des Ramp Agents.

Solltet ihr mal am Flughafen Düsseldorf von einem Mitarbeiter der Firma Klüh schlecht behandelt werden, scheut euch nicht den Kontakt zu suchen. Ihr braucht übrigens keinen Namen des Mitarbeiters, da alle Mitarbeiter fest für einen Passagier eingeplant werden. Somit ist es später ein leichtes, den Namen des Mitarbeiters herauszufinden, ganz ohne, dass er sein Schild verstecken kann und aggressiv wird.

/David


WCMX Summer Trip zu den World Championships

Was soll ich große Reden schwingen, wenn Bilder doch so viel mehr sagen können – vor allem bewegte Bilder. Also viel Spaß mit dem Video:

 


Eine Zugfahrt die ist lustig…

Was war das für ein Tag! Der Tag als wir nach Berlin wollten. Es fing schon damit an, dass um 7 Uhr morgens, noch in der Koffeinierungsphase mein Handy klingelte. Die DB Mobilitäszentrale war dran. Die Einstiegshilfe für Dortmund muss abgesagt werden, weil dort schon drei (!) weitere Einstiegshilfen zur gleichen Zeit bestellt wurden. Zugegeben, wir haben wieder mal nicht nach den Regeln der Bahn gespielt, haben wir uns es doch erlaubt die Zugfahrt nur 20 Stunden, anstatt 24 Stunden vorher anzumelden. Diese vier Stunden mehr hätte die Bahn sicherlich dazu gebracht, mehr Personal bereitszustellen – klar ne!

Der Mobilitätsservice hatte mir aber vorher schon per Mail die Reservierungen für die Züge geschickt, sodass wir beschlossen die Fahrt wie geplant anzutreten. Wir riefen die Bahnhofsmission zur Hilfe, damit die uns wenigstens durch die Wirren des rollstuhlunfreundlichsten Großstadtbahnhofs Deutschlands (ich finde der Dortmunder Hauptbahnhof hat so einen Preis wirklich verdient) zu bringen. Mit deren Hilfe wurde dann sogar doch noch die Einstiegshilfe durch die Bahn realisiert, aber nicht ohne  eine Menge Kleinkrieg. Es hieß ich sei unfreundlich am Telefon gewesen und deswegen wäre die Hilfe abgelehnt worden. Zur Erinnerung: ich wurde noch vor Vollendung des Koffeinkonsums angerufen! Bevor ich überhaupt die Chance hatte unfreundlich zu werden, wurde mir bereits gesagt, dass die Hilfe nicht realisiert werden kann. Dass die Dame am Telefon so zart besaitet ist, kann ich ja nicht ahnen. Ich hab doch nur gesagt, dass ich denen im Bahnhof schon aufn Tresen kacken werde wenn die mich nicht mit dem Zug fahren lassen.

Nun kamen wir aber mit der Bahnhofsmission zu dem von uns gebuchten und vom Mobilitätsservice reservierten Zug und Wagen. Das neue Problem war ein anderes. Es war ein Großraum-/Fahrradabteil. Wir wollten aber mehrere Stunden nach Berlin fahren, da sollte man für ein 60 € Ticket erwarten können, einen vernünftigen Platz zu bekommen und vor allem ein Klo zu bekommen. Das ist ja nun nicht gerade übermäßiger Luxus oder?

Wir dachten es sei einfach der falsche Wagen reserviert worden, aber der Zug hatte wohl aufgrund seines Alters kein Rollstuhlabteil. Dass das einfach nur Quatsch ist, zeigt schon, dass der HKX bspw. mit gemischten tlw. sehr altem Wagenmaterial fährt und es dennoch schafft rollstuhlgerecht zu sein. Naja es wurde uns angeboten mit dem später fahrenden ICE zu fahren, der dann auch freie Rolliplätze mit Klo hatte. Wir mussten uns also dafür nur ein wenig die Finger am Bahnsteig abfrieren, denn in Dortmund kann man ja als Rollstuhlfahrer nicht einfach mal eben selbstbestimmt nach unten um sich ein warmes Getränk zu holen und noch zwei mal durch die Katakomden wäre ja wohl zu viel verlangt. So viel Personal hat man hier ja nicht.

Hier, in Deutschland, ist das halt alles anders. Wir fanden es schon sehr interessant, dass uns von mehreren Bahn Angestellten an diesem Tag gesagt wurde, als wir von positiven Erfahrungen aus anderen Ländern berichteten, dass wir ja hier nicht in den USA oder sonstwo wären, sondern in DEUTSCHLAND. Da geht so was natürlich nicht. So ein Vierte Welt Land wie Deutschland kann sowas natürlich nicht leisten und trotz unterschriebener UN Behindertenrechtskonvention werden die Rechte von behinderten Menschen ja eh mit Füßen getreten. Die treten ja auch nicht zurück diese Querschnittgelähmten, denkt sich die Bahn da offenbar. Wir hatten einfach mal wieder das Gefühl Fahrgäste 3. Klasse zu sein, mussten wir uns doch Sprüche von der Bahn anhören wie: „Sie wurden ja auch offiziell abgelehnt!“, „Wir können ja nicht 100 Rollstuhlfahrern helfen, so viel Personal haben wir nunmal nicht.“ oder „Reserviert wurde ja auch nur für zwei Personen mit Fahrrädern.“ Um nur einige zu nennen. Ich könnte mir auch die Tonaufnahme nochmal anhören um noch ein paar weitere Zitate aus dem Hut zu zaubern, aber ich möchte mein Blutdruck niedrig halten.

Als wir dann endlich im ICE nach Berlin gefahren sind, schien die Story sich dem Ende zu nähren, aber es sollte noch einiges passieren. In Stendal zum Beispiel wurde der Zug auf einmal picke packe voll und siehe da, es handelte sich um die Fahrgäste des IC Zuges, der aufgrund seines Alters kein Rollstuhlabteil hatte. Ist er nun auch aufgrund seines Alters stehen geblieben? Da hat die Bahn wohl ganz schön schlechtes Karma bekommen nach der Aktion. Der ICE rollte weiter und in Berlin gab es dann eine weitere Schrecksekunde. Die Ausstiegshilfe war nicht zu sehen. Da der Hauptbahnhof aber nicht Endstation war, wollten wir vermeiden weiter zu fahren und so drückte ich meine Reisetasche einen hilfsbereiten Fahrgast in die Hand und sprang aus dem ICE. Keine Rampe zu sehen, also machte Lisa es mir nach und mit der Hilfe von den freundlichen Fahrgästen bekamen wir alles aus dem Zug.

Ich filmte diese Aktion und schwenkte dann über den Bahnsteig, wo ich die Dame vom DB Servicepersonal entdeckte, die die Rollirampe in unsere Richtung schob. Doch anstatt sich zu freuen, dass wir bereits ausgestiegen sind, fragte Sie nur: „Sollte ich Sie aus dem Zug holen?“ Wir sagten, eigentlich schon und dann fing sie an ungemütlich zu werden. Sie wollte meine Kamera sehen, da es ja nicht sein kann, dass ich hier Fotos von ihr machen würde. Ich sagte ihr, dass ich gefilmt hab, wie meine Freundin aus dem Zug klettern musste, weil Sie nicht zu sehen war. Aber sie wollte weiter nur, dass ich das Foto lösche. Sie hörte mir also nicht mal zu, denn ich habe ihr mehrfach erklärt, dass ich ein Video gemacht hab, kein Foto. Lisa erklärte ihr auch, dass es ein Unterschied ist, ob ich nun jemanden direkt filme oder fotografiere oder jemand im zufällig im Hintergrund ist. Ich gab ihr auch meine Visitenkarte und sagte, wenn ich etwas online stelle, finden sie das dort. Sie hat die Karte aber nicht angenommen und drohte mit Sicherheitspersonal und Polizei, was mich aber kalt lies.

Ein Bild aus dem "verbotenen Video" bevor die DB Trulla ins Bild kam

Ein Bild aus dem „verbotenen Video“ bevor die DB Trulla ins Bild kam

Lisa und ich packten weiter unsere Sachen zusammen und gingen Richtung Ausgang. Die Dame blieb uns dicht auf dem Fersen, bis sie dann endlich seine Streife von Bundespolizisten im Bahnhof erspäht hatte und auf uns hetzte. Die Polizisten jedoch erklärten ihr das, was wir auch schon mehrfach gesagt haben. Das sie als öffentliche Person damit leben muss hier bei der Arbeit auf dem ein oder anderen Foto zu landen. Der Polizist lies sich meinen Ausweis geben, glich das mit der Visitenkarte ab und gab der DB Angestellten die Karte mit der Bitte dort nachzuschauen. Sie wiederum konnte das alles gar nicht verstehen und wurde immer schlecht gelaunter, konnte aber nun nichts mehr an der Situation retten und verschwand mit dieser peinlichen Aktion sichtlich angepisst in die Weiten des Hauptbahnhofes.

Nun dachten wir das wäre das Ende der Story, doch im Hotel spielte sich noch wesentlich mehr ab. Da ich nach diesem traumatischen Erlebnis nicht mehr in der Lage war etwas zu schreiben, hab ich das einfach mal in einem Video (Achtung! Nicht ganz jugendfrei!) festgehalten:

Nach all den Ereignissen hatten wir aber wieder eine schöne Zeit in Berlin. Zuerst mit dem Auftakt für die Spendenaktion des zukünfigen Peter Panther Park der Kurt-Tucholsky-Oberschile in Berlin Pankow mit meinem alten Sportverein Pfeffersport Berlin. Später haben wir uns noch schöne Stunden an den Berlin Bowls im Gleisdreieck Park gemacht, sowie mit Punkrock Konzerten beim Myfest von DxBxSx am Core Tex. Aber auch geschafft mit Laura und Anhang die Sonne in Fhain zu genießen.

UPDATE

Es gab einen interessanten Kommentar in einer Facebook Gruppe, darauf meine Antwort mit einem Update zu der Geschichte.

Kommentar:
Ich sehe da so einige Fehler. Und zwar beim Rollifahrer selber. Eine Fahrt von Dortmund nach Berlin macht man nicht so ganz spontan. Warum meldet man die Mobilitätshilfe so spät an ? Gut, kann passieren. Dann ruft also morgens früh die Mobilitätszentrale an und sagt das die Hilfe so nicht geht. Anstatt mal abzuwarten was die vorschlagen (es hätte dann nämlich ohne Zusatzkosten schon bei der Hotline der ICE abgesprochen werden können) wird man pampig. Spätestens das sollte definitiv NICHT passieren. Denn dadurch wurde die frühzeitige Problemlösung durch die beiden Rollifahrer schon mal verhindert.

Den Dortmunder Hbf als den Rolli-unfreundlichsten Bahnhof Deutschlands zu bezeichnen zeugt von absoluter Ahnungslosigkeit. Immerhin sind mit Hilfe durch Mitarbeiter ALLE Bahnsteige mit dem Aufzug (teilweise Lasten-Aufzug) erreichbar. Das ist bei sehr vielen anderen Bahnhöfen nicht der Fall. Da geht dann selbst mit Hilfe der DB nichts. So z.B. an der gesamten Rheinstrecke linksrheinisch von Koblenz in Richtung Süden auf weit über 100km.

Die Fehler ziehen sich dann als „roter Faden“ durch den ganzen Bericht. In Berlin z.B. „springt man aus dem Zug“ (Zitat) ohne sich vorher zu vergewissern ob die Mobilitätshilfe nicht doch unterwegs ist. Da das Zugpersonal von den beiden Rollifahrern wusste hätte der Zug doch eh gewartet bis beide draußen waren.

Auch das beharren auf der Zulässigkeit von Videoaufnahmen zeugt eher von Naivität. Denn auch der Bundespolizist hatte Unrecht. Das Bahngelände ist Privatgelände. Dadurch unterliegen alle Video- und Fotoaufnahmen der Hausordnung der DB. Die verweist auf die Foto- und Videogenehmigung der DB und da steht drin das die Rechte der Mitarbeiter am eigenen Bild zu beachten sind. Also war die Videoaufnahme ganz klar unzulässig da die Mitarbeiterin dem widersprochen hat. Auf Anfrage per PN kann ich das PDF mit der angesprochenen Foto- und Videogenehmigung gerne zuschicken.

Sorry, wenn ich SO an solch eine Reise ran gehe ist der Misserfolg vorprogrammiert ! Wenn ich eine angenehme Reise haben will muss ich meine Planung schon auf meine Ansprüche ausrichten. Und vor allem muss ich (wenn ich schon auf Probleme aufmerksam gemacht werde) auch aktiv an einer Problemlösung mitarbeiten.

Selbst wenn man (wie meine Frau und ich) gerne mal spontan und ganz ohne Anmeldung unterwegs ist trifft man (fast) immer auf engagierte, nette Mitarbeiter die immer beim lösen von Problemen helfen.

Meine Antwort:
So mal von vorn nach hinten: Eine Lösung wurde nicht angesprochen, sondern bis zu dem Punkt wo ich pampig wurde hieß, es Pech gehabt, Arschkarte, meld dich früher an. Tut mir Leid aber Lösungsorientiert war das nicht. Und doch ich muss dir weiterhin widersprechen, wir fahren öfter spontan auch mit der Fernbahn und das ist unser gutes Recht! Zugegeben, dieses mal hab ich es etwas verpeilt, weil es mir aber auch aufn Sack geht, dass ich zu dem normalen Ticketkauf nochmal alle Daten angeben muss um mich anzumelden. Warum kann man das nicht schon beim Ticketkauf? Warum wird das nicht einfacher gestaltet? Wäre sicher kein Problem, aber es ist wohl nicht gewollt.
Dann hast du offenbar nicht richtig gelesen. Ich habe den Dortmunder Hauptbahnhof nicht als rollstuhlunfreundlichsten Bahnhof Deutschlands betitelt, sondern als rollstuhlunfreundlichsten Großstadtbahnhof Deutschlands, da liegt ein Riesen Unterschied. Und solche Preise sind durchaus gängig bei der Bahn, denn meine Heimatstadt Frankfurt Oder wurde „Schönster Kleinstadtbahnhof“ und der ist sogar barrierfrei. Dass du nun die Bahn lobst weil die es schaffen alle Gleise erreichbar zu machen in einer Großstadt, lässt erahnen, dass du Ziele offenbar tief ansetzt oder sehr positiv bewertest. Ich finde es schrecklich jedes mal durch den stinkenden Müllgang zu müssen und dann, wenn ein Zug Verspätung hat oder eben auf einen anderen ausgewichen wird, nicht selbstständig runter zu können um mir nen verdammten Kaffee, ne Brezel oder was anderes kaufen zu können, nicht mal auf Klo kann ich einfach so gehen. Also was bitte soll ich daran positiv bewerten???
Der rote Faden zieht sich durch dein Kommentar. Denn ich bin aus dem Zug gesprungen (und da kannst du die Anführungsstriche weglassen) als ich mehrfach aus der Tür gelinst hab und keinen erblicken konnte. Ich hatte nunmal keinen Bock mit dem Zug einen Bahnhof weiter zu fahren. Dem Bahnpersonal jedenfalls traue ich da nicht, dass die warten.
Wir haben im Bahnhof nicht gewerblich gedreht, sondern rein privat und das verbietet auch die Bahn nicht. Nachdem die Mitarbeiterin sich geäußert hat, habe ich das selbstverständlich sofort eingestellt und somit absolut rechtens gehandelt. Die Dame darf mich gern anzeigen, es würde nie zu einer Verurteilung kommen, warum auch!?
Im Übrigen wir sind zu netten und engagierten Leuten auch immer nett und freundlich, so etwas wie an diesem Tag erlebt man zum Glück seltener. Öfter erlebt man aber, dass Rechte behinderter Menschen beschnitten werden und mit Ausreden abgetan werden und das lass ich nicht zu! So etwas kann ich nicht gelten lassen.
Die Geschichte ging ja durchaus auf der Rückreise weiter… in Hamm (bis dahin hat alles super geklappt und alles war toll) fiel der Zug aus. Es wurde duch die Blume mitgeteilt, dass sich die Passagiere gern schon mal eine andere Verbindung suchen können. Als ich die Zugbegleiterin ansprechen wollte, entgegnete sie mir , bevor ich auch überhaupt nur eine Frage stellen konnte: „Nein, sie bleiben erstmal hier!“ Im Ernst? Was soll das? Darf ich als Rolsltuhlfahrer nicht selbst entscheiden was ich mache? Kann man nicht darüber sprechen? Findet man so Lösungen? Nein, findet man nicht. Sie war danach sichtlich überfordert, aber anstatt einfach mal meine Fragen anzuhören um nach Lösungen zu suchen wurde ich in der Tür stehen gelassen. Sie entfernte sich ein Stück, sie dachte wohl ich könnte dann nicht hinterher… als ich sie dann wieder fragte, musste mir ein Passagier antworten(!) als ob sie mir nicht sagen dürfe ob der Zug da gegenüber auch in Dortmund hält… Mein Vorschlag war simpel, wir steigen hier aus und da drüben rein. „Dann müsse erstmal einer vom Service geholt werden, ist aber keiner hier“ Ja dann vielleicht ma einen rufen? Ja muss der Schaffner machen, stammelte sie und verschwand. Kurz danach war auch klar, dass der Zug nicht mehr fahren wird und alle aussteigen mussten. Den Zug gegenüber, welchen ich nehmen wollte, war dann auch schon weg. Also tut mir Leid, aber ich sehe hier 1000 Fehler und zwar nicht bei mir, bei mir sehen ich einen, dass meinen Kaffee erst um 7 Uhr getrunken habe!
Tipp:
Noch mehr davon gibt es auf Facebook in der Gruppe „Alles rund um den Rolli

/David