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Ostküste Kapitel IV: New York – Downtown Manhattan

Die New Yorker Skyline von der Brooklyn Bridge aus gesehen - Foto: Anna Spindelndreier

Die New Yorker Skyline von der Brooklyn Bridge aus gesehen – Foto: Anna Spindelndreier

Nun sind wir schon wieder eine Woche zurück und haben uns wieder in unsere Zeitzone eingelebt. Aber ich möchte euch dennoch was über unsere weiteren Erlebnisse in New York erzählen. Dieses mal waren wir südlich vom Hotel unterwegs und wer New York kennt, der weiß, dass dort eine Menge los ist. Wer New York nicht kennt, dem erzähl ich jetzt ein bisschen davon, was da so los ist.

Schon am Morgen lebt New York, aber es ist etwas ruhiger und angenehmer, genau richtig, wenn man noch keinen Kaffee hatte. Denn heute entschieden wir uns für ein Frühstück auswärts. Lisa holte sich Doughnut, ich holte mir einen Bagel mit Ham and Cream cheese und Anna… Anna brauchte nur Kaffee glaub ich.

Von meinem 9 Dollar Bagel war ich etwas enttäuscht, nicht weil er schlecht war, sondern weil ich was anderes erwartet habe. Ich dachte nicht, dass es nur den Schinken im Wert von neun Dollar geben würde, aber es war tatsächlich so viel gestapelter Schinken, dass man auch hätte in nen Schweinearsch beißen können. Egal der Hunger war gestillt und wir machten uns auf zur NYU – New York University und dem Washington Square Park.

Auf dem Weg fanden wir schöne Ecken mit grünen Straßen und vielen Stadthäusern, wo man am liebsten sofort einziehen möchte. Unser Weg führte uns auch über die bekannte Christopher Street, die heute nicht mehr nur Homosexuellen ein Begriff sein dürfte. Weiter auf dem Weg wurde eine ganze Straße gesperrt, damit die Privatschule dort ihren Sportunterricht durchführen konnte. Vielleicht war es auch die Hofpause, aber da so ein Stadthaus in New York weder Sporthalle noch Hof hat, ist das doch eine echt coole Variante.

Am Washington Square fanden wir einen echt hübschen Park, der mit viel Musik und jungen Leuten daher kam, was wohl an der Lage direkt am Campus liegen könnte. Allerdings steckten alle noch in den Vorbereitungen, sodass wir die großen Shows wohl verpasst haben. Ein Tänzer, der gemeinsam mit einem Schlagzeuger schon mächtig Werbung für die bevorstehende Show machte, fand meine One Wheel Turns ziemlich geil. Wir unterhielten uns ein wenig und wollten dann natürlich auch die Show abwarten. Aber aus 5 Minuten wurden 10 und aus 10 wurden nochmal 5 mit dem gleichen Resultat. Also machten wir weiter, vorbei an der NYU, die gerade ein Erdbeerfest feierte mit einer ziemlich langen Erdbeertorte, welche leider mit einem Zaun für uns unerreichbar war. Wir hatten aber auch andere Ziele, unter anderem wollten wir eine Toilette und oder eine Bushaltestelle finden. Letzteres fanden wir zuerst und dachten dann gehen wir halt an der South Ferry auf Klo. Ein Fehler, denn der Verkehr ließ die Fahrt endlos erscheinen.

Wir standen eine Weile im Stau, immerhin hatten wir ein nettes Gespräch mit einer Frau aus Deutschland, die seit 1988 in New York lebt. Sie erzählte uns ein bisschen von der Stadt, der Veränderung und ihrer Arbeit als Lehrerin an einer Waldorfschule in NYC.

Voll die Touris - Foto: Anna Spindelndreier

Voll die Touris – Foto: Anna Spindelndreier

Irgendwann war der Stau zum Glück auch mal vorbei und wir konnten mit der Fähre nach Staten Island übersetzen. Die Fähre war gut gefüllt, aber wir bekamen dennoch einen schönen kostenlosen Blick au die Skyline und die Freiheitsstatue. Ok, es war jetzt nicht super nah dran und auch nicht der beste Winkel, aber immerhin brauchten wir keine überteuerten Preise auf irgendwelchen Rundfahrtschiffen zahlen. In Staten Island blieben wir dann nur kurz und nahmen direkt die nächste Fähre zurück. Diese hatte sogar einen Aufzug, aber noch mehr interessierte mich ein Plakat das ich auf der Fähre fand. „No Permitt don’t do it!“, stand dort drauf mit dem dezenten Hinweis, dass es eine saftige Geldstrafe gibt, wenn man sich auf einen Behindertenparkplatz stellt und keine Berechtigung hat. Noch schöner fand ich, dass auf dem Schild, welches dort abgebildet ist, das neue aktive und dynamischere Rollstuhl Piktogramm zu sehen war.

New York vom Wasser - Foto: Anna Spindelndreier

New York vom Wasser – Foto: Anna Spindelndreier

Da wir schon sehr viel Zeit darin investieren mussten, Bushaltestellen zu suchen, auf Busse oder in Bussen zu warten, ließen wir den Financial District und das WTC links liegen und machten uns auf in Richtung Little Italy, denn wir hatten Hunger. Spaghetti mit Meatballs war mein Wunschgericht und das gab es dor auch überall.

Das historische Little Italy ist allerdings nur noch eine Straße, die für Touristen geblieben ist und denen das Geld aus der Tasche ziehen soll. Wären die italienischen Restaurants dort nicht, würde es wohl schon von Chinatown geschluckt worden sein, dass sich im Gegensatz zu Little Italy offenbar gut gehalten hat. Dennoch aßen wir bei einem Italiener dort. Wir wählten ein Ristorante mit halbwegs angenehmen Preisen vor dem ein paar alte Italiener saßen, dann könne es ja keine reine Touri Bude sein, dachten wir. Unsere Wahl fiel auf die Mulberry Street Bar. Es war auch lecker, aber irgendwie wenig und die Kellner waren sehr nervig. Am Ende wollten sie sogar 18% Trinkgeld von uns. Für die Leistung bekamen sie das von uns nicht. Weil es nicht so toll war, gaben wir nur 7% (Standard sind 10-15%). Dies missfiel unserem Kellner wohl sehr, denn er kam sofort wieder zurück und beschwerte sich über das wenige Trinkgeld und ob denn nicht alles in Ordnung wäre. Das fanden wir so unverschämt, dass er eigentlich gar nichts verdient hätte, aber den Satz „Change back plase“ haben wir dann doch nicht mehr raus gebracht. Mit dem kleinen Ärgern, dafür aber gestärkt, ging es in Richtung Manhattan Bridge.

Moment, Richtung Manhattan Bridge? Aber wir wollten doch zur Brooklyn Bridge! Naja kann man schon mal verwechseln. jedenfalls suchten wir uns dann wieder eine Bushaltestelle und fuhren zum Rathaus, denn dort beginnt die Brooklyn Bridge. Wir beschlossen Manhattan zu verlassen und rüber nach Brooklyn zu pushen. Zuerst wollten wir nur den Ausblick auf die Skyline genießen, doch Lisa wollte unbedingt noch nach Coney Island, also was das Ziel eine Bushaltestelle in Brooklyn. Doch dafür mussten wir erst mal über die Brücke.

Lisa und ich auf der Brooklyn Bridge - Foto: Anna Spindelndreier

Lisa und ich auf der Brooklyn Bridge – Foto: Anna Spindelndreier

Auf der Brooklyn Bridge muss man sich aber einfach mal ab und an Zeit nehmen und in die Ferne schauen, vor allem beim nahenden Sonnenuntergang sieht New York von hier richtig hübsch aus. Einige Fotos später ging es dann endlich bergab und wir konnten mit ordentlich Schwung die Brücke hinunter pfeffern. Doch dann kam eine Abzweigung und laut Google Maps sollten wir links entlang zur Bushaltestelle. Blöd nur das dort Treppen waren. Nach reichlich Überlegung entschieden wir uns die Treppen zu nehmen. Es sollten nicht die letzten bleiben heute.

An der Bushaltestelle angekommen hieß es wieder warten, warten, warten. Nach langem warten war die Gewissheit da, dass auch in Brooklyn die Busse fahren wie sie wollen oder eben gar nicht. Genau wie auf Manhattaner Seite auch. Eine barrierefreie Subway Station ist in New York auch schlecht zu finden, aber es sollte eine in der Nähe sein, sollte. Wir machten uns auf den Weg, zwei Blocks, drei Blocks, vier Blocks und die Subway Station die wir fanden war alles andere als barrierefrei. Doch auch hier entschieden wir uns für den Weg nach unten. Es kam noch eine Treppe und noch eine, oh und noch eine. Dann waren wir endlich am Bahnsteig und zum Glück auch am richtigen.

Der F Train fuhr durch nach Coney Island, wo wir direkt auf Nathan’s Famous Hot Dogs zusteuerten, aber wir ließen die angeblich so berühmten Hot Dogs erst mal links liegen und steuerten direkt in Richtung Vergnügen, dachten wir zumindest. Leider waren wir dank des für Rollstuhlfahrers sehr schlechtem Öffentlichen Nahverkehr zu spät. Es hatte alles schon zu, es war dicht und dunkel. Coney island versank in Dunkelheit und Nebel und bekam somit eher das düstere von Silent Hill, als das fröhliche Vergnügen, was man sich bei Gedanken an Coney Island so vorstellt. Wir machten einen Ausflug zum Pier, aber es war mittlerweile so kalt und feucht, dass wir schnurstracks wieder zurück Richtung Bahnhof wollten. Diesmal machten wir einen Stopp bei Nathan’s, nur um fest stellen zu müssen, dass Ikea Hot Dogs besser sind. Aber die sind ja auch berühmt. So ein kleiner Reinfall zum Abschluss sollte aber einen gelungenen Trip nicht ruinieren. Wir haben echt viel erlebt und auch New York wird wieder einmal unser Ziel werden.

Als der F Train uns wieder zurück nach Manhattan brachte waren wir frustriert, genervt und müde, aber spätestens der Blick auf das beleuchtete Empire State Building stimmte uns wieder fröhlich und wir konnten, trotz wieder nicht kommenden Bus gemütlich in Richtung Townhouse Inn pushen.

Wir waren nicht die einzigen die Fotos gemacht haben - Foto: Anna Spindelndreier

Wir waren nicht die einzigen die Fotos gemacht haben – Foto: Anna Spindelndreier

Am nächsten Tag machten wir nochmal einen kleinen Ausflug an den Chelsea Pier Skatepark, bevor es mit Sack und Pack in Richtung JFK Airport ging. Der Weg mit dem ganzen Gepäck zum Flughafen war dank den SmartWheels gar nicht so schwer, auch wenn der New Yorker Nahverkehr ordentlich Herausforderungen für uns bereit hielt. Mit dem Bus ging es zur Penn Station, von dort mit der Subway nach Queens Jamaica um mit dem Airtrain zum Flughafen zu düsen. Dieser war dann auch endlich komplett barrierefrei und der Rest war zwar zeitlich knapp, aber trotz Soldat, der das Rolliklo besetzte, warten am Check In und bei den Sicherheitskontrollen, kamen wir pünktlich und ohne größere Probleme im Flugzeug an.

Das war es also mit der Reise und auch mit diesem Beitrag. Vielleicht schreibe ich noch ein Fazit der Reise oder was wir noch so nach unserer Landung erlebt haben. So oder so wird es bald wieder eine Menge zu berichten geben. Vielen Dank, dass ihr euch meine ewig langen Texte durch gelesen habt.

/David

Beste Grüße von uns drei - Lisa, Anna, David

Beste Grüße von uns drei – Lisa, Anna, David

 

Guten Abend! #newyork #nyc #brooklynbridge

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#brooklynbridge #brooklyn #newyork #nyc

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Können wir das bitte auch in Deutschland einführen? #nopermitdontdoit

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Good Bye New York, we're leaving! #wheelchairtravel

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Ja wir machen auch so normalen Touri Kram 😎🇺🇸🗽#nyc #newyork

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Austin Texas Baby!

Nowherebound in Austin at Red 7 - Foto: Anna Spindelndreier

Nowherebound in Austin at Red 7 – Foto: Anna Spindelndreier

Nach erfolgreicher WM Teilnahme haben wir Paul, Philipp und Patrick verabschiedet und während sich die drei P’s nach Hause auf gemacht haben, ging es für uns weiter mit gemieteten Auto nach Austin.

Lisa musste die ganze Strecke fahren, da weder für Anna, noch für mich ein passender Umbau verfügbar war. Zum Glück waren es nur knapp drei Stunden Fahrt nach Austin. Das kann in Texas auch schon mal ganz anders aussehen, ist der Staat mal locker doppelt so groß wie Frankreich und die Beneluxstaaten zusammen.
In Austin angekommen wurden wir von Lisas Kumpel Trevor, Gitarrist der Band Nowherebound, in sein Haus aufgenommen.

Von hier aus konnten wir mit dem Bus ohne umsteigen nach Downtown fahren, was hier mit jedem Bus möglich ist, aber ein eigenes Abenteuer darstellt. Dazu später mehr. Denn erstmal wollten uns Nowherebound mit einem Gig Austin Downtown begrüßen

Die Show im Red 7 war an einem Montag erwartungsgemäß schlecht besucht und obwohl wir von der Reise ziemlich geschafft waren, weckten uns Nowherebound noch einmal auf. So ein leerer Punkrock Club hat auch seine Vorteile, denn so konnte ich mal ein paar Tricks aus dem Skatepark vor die Bühne holen.

Chris von Nowherebound nud ich vor dem Konzert im Red 7 - Foto: Anna Spindelndreier

Chris von Nowherebound nud ich vor dem Konzert im Red 7 – Foto: Anna Spindelndreier

Bei Trevor fielen wir an diesem Abend nur noch ins Bett, es war aber auch schon 2 Uhr und wir mussten am nächsten Tag verdammt früh aufstehen um den Mietwagen abzugeben.

Am nächsten Morgen machten wir uns dann also auf den Weg zum Flughafen um den Wagen abzugeben, das ging erstaunlich einfach und danach fuhren wir mit dem Bus in die City, nach Downtown. Dort wollten wir erst einmal was zwischen die Zähne kriegen und haben mit Frank Restaurant auch was verdammt gutes gefunden. Ich bestellte mir ein Hot Dog, aber kein einfaches, sondern schön mit selbst gebackenen Brot und u.a. mit Pulled Pork verfeinert. Auch Lisa bestellte sich was mit gezogenem Schwein, welches mit Käse und Waffle Fries, also Pommes in Waffelform, serviert wurde. Anna bestellte sich eine schärfere Chili Variante von den Waffle Fries und wir alle waren damit verdammt glücklich und super satt.

Austin ist nicht ganz so riesig wir viele andere US amerikanische Großstädte und so konnte man alles gut mit Bus oder auch mal selbst gepusht erreichen. Dennoch haben wir uns nicht allzu lange dort aufgehalten und sind zurück zu Trevor gefahren. Dort haben wir mit ihm und Chris, Bandkollege und zukünftiger Mitbewohner, noch ein paar Bier getrunken und unsere selbstgemachte Pesto Pasta gemacht. Trevor steuerte noch Hühnchen und Knoblauchbrot hinzu und wieder waren alle pappsatt und glücklich.

Austin Skatepark - Foto: Anna Spindelndreier

Austin Skatepark – Foto: Anna Spindelndreier

Am Mittwoch kam dann endlich die Skateparktour. Zuerst haben wir den Skatepark Austin besucht, zentral in Downtown gelegen und wirklich gut angeschlossen. Sowohl am öffentlichen Verkehr, als auch mit öffentlichen Toiletten, barrierefrei und rollstuhlgerecht!!! Nicht nur das machte den Skatepark besonders, nein er bot auch einige echte kracher Lines für mich. Meine Lieblingsline war ein Sprung über den Wobble, 50-50 an der Pyramide, Kickturn und One Wheel Carving over the Coping. Aber die Line war variabel mit Euro Gap und eine Bowl hatte der Skatepark auch zu bieten. Ein Local, Jojo, filmte die Line für mich und verriet uns danach noch einen Skatepark den wir unbedingt besuchen müssten. Das stellte sich auch als absoluter Kracher Tip heraus. Vielen Dank dafür nochmal!

Doch vorher wollten wir uns nochmal stärken. Trevor brachte uns in den Texas Chili Parlor, Kulisse einiger Tarantino Filme, wo ich ein „mildes“ Gumbo bestellte und froh war nicht mutiger gewesen zu sein. Lisa sagte, sogar ihre Mac’n’Cheese wären scharf gewesen.

Der empfohlene Skatepark war etwas außerhalb in Pflugerville im Northeast Metro Park zu finden. Ein schöner großer und sehr ruhiger Park, für die Abendstunden mit Licht ausgestattet und wirklich sehr kreativen Obstacles. Neben zwei Bowls, vielen Quarters, Wallrides, Banks mit Stairs und Euro Gaps, gab es zwei Elemente, die mir echt gefallen haben. Einmal ein an ein Plaza erinnerndes Obstacle und eine geschwungene Funbox mit Spine, Coping, Corner und Jumpbox. Eine Bowl hatte auch ein kleines Gap was ich direkt mal probieren musste. Lisa erfreute sich vorallem am Taco und am Snakerun, der wie ein kleiner LA River im Ditches Style daher kam. An der Verlängerung von eben diesem, erfreute ich mich dann auch noch mit einem One Wheel Manual to 50-50 an der Bank über die Box.

I love this skatepark! So much fun! #wcmx

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Nach etlichen Runden waren die Kräfte langsam am Ende, die Möglichkeiten im Skatepark aber noch unendlich. Wir haben uns noch mit einigen Locals unterhalten und ausgetauscht, bevor es dann noch auf einen Absacker in Workhorse Bar ging. Die Bar hat 50 Fassbiere und ich probierte einige empfohlene. Tatsächlich mundete das ein oder andere auch meiner deutsches Bier gewohnten Zunge. Besonders gefallen hat mir das St. Arnolds Lawnmower Lager.

Donnerstag wollten wir noch ein bisschen shoppen gehen, vor allem nach Dickies wollten wir Ausschau halten. Denn die sind hier in den USA deutlich günstiger als bei uns. Dafür sind wir wieder mit dem Bus unterwegs gewesen, was, wie schon erwähnt ein echtes Abenteuer sein kann. Die Busse haben alle zwei Rollstuhlplätze. Die Busfahrer helfen auch ohne murren , egal wie lange es dauert. Die zwei Plätze sind allerdings ganz anders als in Europa. Man wird in Fahrtrichung in eine Art Kraftknotensystem festgeschnallt ohne Schutz nach hinten zu kippen und vor allem ohne das die Busfahrer wissen wieso und wohin und überhaupt. Aber sie müssen es tun, Diskussionen bringen nix, nur den Rausschmiss aus dem Bus. Mehrmaliges nach hinten kippen war die Folge. Man hing dann in den Seilen, weil das Kraftknotensystem sich in der Position dann festgezurrt hat. Außerdem ist der Platz im Bus dadurch echt schlecht ausgenutzt. Wo sonst 8 Leute sitzen können, sitzen jetzt zwei Rollifahrer. Würden wir uns hinstellen wie in Deutschland, würden immer noch mindestens vier, wenn nicht sogar sechs Leute dort sitzen können und ich würde mich persönlich sicherer fühlen.

Ich habe mir leider bei all den Klimaanlagen eine kleine Erkältung eingefangen, die mich Donnerstag Abend echt ausgenockt hat, aber dennoch sitzen wir jetzt schon wieder im Flieger. Dieses mal geht es nach Boston und wenn ich diesen Text in 10000 Metern Höhe beendet haben, dürfte der Pilot auch so langsam zur Landung ansetzen. Zum Glück, denn ich mich ganz schön dringend auf Klo. Die Umstiegszeit in Chicago war so knapp, dass die geplante Pinkelpause ausfallen musste, aber immerhin konnte ich im Aufzug noch schnell Werbung für molabs Smartwheel machen, denn fallen hier schon dem ein oder anderen reisenden Rollifahrer auf, zu Recht. Ohne die Smartwheels wären wir mit unseren Taschen nicht so schnell zum Anschlussflieger gekommen.

Ich melde mich wieder aus Boston. Viele Grüße aus der Luft von Lisa, Anna und mir.

Short stop in Chicago on our way to Boston #wheelchairtravel

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/David!

One more video from yesterday in Pflugerville #wcmx

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What a fun obstacle! #WCMX

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Zu Besuch bei Frank…

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