Schlagwort-Archive: Lisa Schmidt

sit ’n‘ skate – Destroying Stereotypes

Fragt ihr euch auch warum hier manchmal ewig nix neues kommt? Sitzen die eigentlich nur rum? Haben die nix mehr zu berichten? Jein!

Ja, wir sitzen rum! 😉 Aber wir haben noch jede Menge vor, nur das unser neuestes Projekt jede Menge Zeit frisst gerade. Sitzen und Skaten ist ja ohnehin unser Motto, also haben wir nach dem tollen Fotobuch von Anna Spindelndreier uns nun auch ein passendes Logo gegeben und unter diesem Logo soll nun einiges passieren.

Abgesehen von der schon bestehenden Facebook Seite und dem Instagram Account, ist das vor allem einmal ein neuer Youtube Kanal. Ja, schon wieder ein neuer Kanal. Für alle die sich jetzt fragen, was das schon wieder soll, folgt hier eine kleine Erklärung.

Ich war mit meinem Kanal „David Lebuser“ auf dem ich seit 2009 WCMX Videos online gestellt habe nie so wirklich zufrieden, allein schon wegen dieser blöden URL, die ich mir ausgesucht hab zu einer Zeit, in der ich mich nie als Videomaker gesehen habe. Mit diesem Blog „The Wheel Rocking World of Lisa and David“, kam dann ein neuer Youtube Kanal, doch auch hier war die URL wegen des langen Namens nicht so wie gewünscht. Deswegen heißt nun dieser Blog auch nur noch „Lisa and David!, aber die URL vom Kanal lässt sich leider nicht mehr ändern . Da haben wir zu schnell geschossen. Mit dem neuen sit’n’skate Kanal wird es dann auch bald eine kürzere URL geben (sobald wir 100 Abonnenten haben – also los abonniert den Kanal 😉 ), außerdem einen einheitlichen Style mit unseren anderen Projekten.

lisaanddavid_header

Der Grieche hat uns einen neuen Header gebastelt – vielen Dank!

Denn unter sit’n’skate wollen wir nicht nur online auftreten, sondern immer und überall. Ja, wir machen uns damit selbstständig! Egal, ob Skatetreff, Workshop, WCMX event oder Präsentation… ab jetzt heißen wir sit’n’skate! Und ob wir am Ende mehr coole Klamotten kreieren oder mit anderen Aktionen unsere Brötchen verdienen, werden wir sehen. Auf jeden Fall starten wir gerade eine erste Testreihe von DIY Shirts, Sticker und ähnlichem. Außerdem kreieren wir „Produkte“ mit denen wir auf den Markt wollen und so richtig Kohle scheffeln können –  nein Quatsch – natürlich haben wir auch hier das selbe Ziel, wie bei all unseren Aktionen: Wir wollen werben für Teilhabe, Inklusion und vor allem wollen wir diese blöden veralteten Stereotypen aus den Köpfen verdrängen!!!

sit-n-skate_logo_conv

Warum wir dafür nun die Selbstständigkeit wählen, ist schnell erklärt. Mit all unseren ehrenamtlichen Engagements kommen wir nicht mehr hin. Weder zeitlich, noch finanziell. Wir sind hier am Limit, dabei wollen wir darüber hinaus noch viel mehr machen! WCMX muss bekannter werden, der Rollstuhl soll nicht nur als blödes Hilfsmittel gesehen werden und um die Masse zu erreichen, muss einfach noch viel mehr Zeit investiert werden. Wir wollen also nicht reich werden, sondern wir wollen versuchen davon zu leben und somit noch flexibler in unserem Engagement zu sein!

Ihr wollt uns dabei helfen? Die Gelegenheit kommt mit Sicherheit, aber jetzt helft ihr uns vor allem erst mal, indem ihr unsere Facebook Seite liked, unsere Inhalte teilt, auf Instagram folgt und unseren Youtube Kanal abonniert.

Vielen Dank schon mal und #staytuned –  da kommt noch einiges!

 

Cheers Lisa + David

 

 

Advertisements

WCMX Summer Trip zu den World Championships

Was soll ich große Reden schwingen, wenn Bilder doch so viel mehr sagen können – vor allem bewegte Bilder. Also viel Spaß mit dem Video:

 


Zu B-Behindert!?

Mensch die auf einen Rollstuhl angewiesen sind, haben die Möglichkeit wenn sie mit der Bahn verreisen eine Begleitperson kostenlos mitzunehmen. Dafür gibt es im Schwerbehinderterausweis das Merkzeichen „B“.

David und ich nutzen dies, wenn wir mit dem ICE fahren. So braucht nur einer von uns beiden ein Ticket und er andere fährt umsonst. Das wir beide Rollstuhlfahrer sind, hat bislang noch niemanden gestört. Deswegen war der Zug das Mittel unserer Wahl, als unsere italienische Austausch-Rollifahrerin und ich im Herbst nach Berlin fahren wollten. Auch dieses Mal war das kein Problem, erst 20 Minuten bevor wir wieder in Dortmund waren, machte uns der Kontrolleur darauf aufmerksam, dass ein Rollstuhlfahrer ja schlecht die Begleitung eines anderen Rollstuhlfahrers sein kann.

„Äh, bitte was??“

Ich bat ihn, mir dies zu erklären. Konnte er nicht, aber „irgendwo steht das“. Also erklärte ich ihm, dass ein anderer Rollstuhlfahrer sehr wohl Hilfeleistungen bringen kann. Dass es explizit NICHT um den Ein- und Ausstieg ginge, da dafür die Rampe da ist. Wo sonst könnte ein Rollstuhlfahrer Hilfe brauchen? Z.B. bei Toilettengang. Da kann aber eben auch ein anderer Rollstuhlfahrer behilflich sein.

Leider konnte der Kontrolleur uns auch nicht sagen, wer denn jetzt genau wen nicht begleiten darf. Darf mich meine kleinwüchsige Freundin begleiten? Sie ist ja immerhin Fußgängerin! Oder mein Vater, der hat Diabetes, darf der oder ist er zu behindert?

Boston

Foto: Anna Spindelndreier

Die gleiche Diskussion haben David und ich auch schon im Kino geführt. In dem Fall glaube ich, könnte sogar eine Missinterpretation einer Regelung vorliegen. Es soll schon vorgekommen sein, dass zwei Rollstuhlfahrer der Meinung waren, dass sie jeweils den anderen begleiten und somit niemand zahlen müsste. Dies ist selbstverständlich nicht gemeint!

Es ist wohl an der Zeit den Menschen zu zeigen, dass sich auch Menschen mit Behinderung sehr gut untereinander helfen können. Warum sollte z.B. ein Rollstuhlfahrer nicht in der Lage sein, einen Sehbehinderten von A nach B zu führen? Oder ein Rollstuhlfahrer dem anderen eine Stufe hoch helfen?

Tatsächlich habe ich auch ein Dokument gefunden, dass sich mit dem Thema beschäftigt. Zu dumm, dass ich es damals während der Zugfahrt nicht parat hatte…

http://ksl-nrw.de/fileadmin/mobile/verkehr/begleitperson_mit_merkzeichen_B_januar_2014.pdf

Spontan mit dem Zug verreisen - ohne Diskussionen! Foto: Anna Spindelndreier

Spontan mit dem Zug verreisen – ohne Diskussionen! Foto: Anna Spindelndreier

/Lisa


Bahn fahren? Nur allein!

Wenn David und ich Bus oder Bahn fahren, dann meistens zu zweit. Eigentlich keine große Sache und ganz normal, dass ein Pärchen zusammen reist. Nun stellt euch mal vor, man würde euch lautstark zu verstehen geben, euer Partner dürfe mit fahren, aber ihr müsstet auf den nächsten Bus warten – der kommt aber erst in einer Stunde. Die meisten würden sich wohl ziemlich verarscht vorkommen, und das mit Recht! Leider ist dies aber oft traurige Wahrheit für Rollstuhlfahrer.

Die Red Line brachte uns nach Boston - Foto: Anna Spindelndreier

Zusammen Bahn fahren, in Amerika klappt’s – Foto: Anna Spindelndreier

Vor ein paar Monaten zum Beispiel waren wir unterwegs in Frankfurt/Oder. Dort fahren sowohl barrierefreie, als auch alte, nicht barrierefreie Bahnen. Die barrierefreien Bahnen fahren recht selten. Je nach dem welchem Fahrplan man traut (die weichen nämlich auch stark voneinander ab), können schon mal 1,5 Stunden zwischen zwei barrierefreien Bahnen liegen. Da wir aber schon mal zusammen in Frankfurt/Oder Bahn gefahren sind und uns damals sogar der Fahrer rein helfen wollte, haben wir uns nichts weiter dabei gedacht und haben uns zur Haltestelle aufgemacht. Als wir vorne einsteigen wollten, versperrte uns die Fahrerin den Weg. „Ich hab hier schon einen Kinderwagen, Sie müssen die nächste Bahn nehmen!“, hieß es. Wir haben ihr mitgeteilt, dass die nächste für uns nutzbare Bahn laut Plan erst in 1,5 Stunden kommen würde und wir sicher nicht so lange warten würden. Einen von uns könne sie wohl mitnehmen, aber zwei ginge auf keinen Fall. Wir machten ihr klar, dass wir nur zusammen fahren würden, einen Termin hätten, schonmal in Frankfurt zusammen Bahn gefahren sind und diese (angebliche!?) Vorschrift eh Schwachsinn ist. Sie ließ sich auf nichts ein, so dass wir weiter hinten eingestiegen sind. Trotz ihrer Beteuerung, sie würde so nicht losfahren, tat sie es schließlich doch. Wir haben uns auf eine Bank umgesetzt und haben unsere Rollstühle festgehalten, so wie es weiter hinten eine Frau mit ihrem Koffer tat…

Wie kommen Menschen auf die Idee, dass diese Regel funktionieren oder Sinn machen könnte?? Wer soll da durch wen oder was gefährdet werden? Was macht eine Mutter im Rollstuhl mit einem Kind im Rollstuhl (ja, das soll es geben, hallo Nicole und Max Luca ;))? Oder eine Familie mit gehbehinderten Zwillingen? Wie sieht es mit Rollatoren aus, wieviele dürfen davon mitgenommen werden? Und warum ist ein durch die Gegend fliegender Rolli gefährlicher als eine Reisetasche?

Leider sind Bus- und Bahnfahrer oft so in ihren Vorschriften gefangen, dass sie diese offenbar nicht hinterfragen. Grund genug für uns, da in Zukunft was zu ändern. Für dieses Jahr planen wir die Erarbeitung eines Schulungskonzepts für Verkehrsunternehmen, in der Hoffnung ein Umdenken in Gang zu setzen.

 

/Lisa


Ostküste Kapitel IV: New York – Downtown Manhattan

Die New Yorker Skyline von der Brooklyn Bridge aus gesehen - Foto: Anna Spindelndreier

Die New Yorker Skyline von der Brooklyn Bridge aus gesehen – Foto: Anna Spindelndreier

Nun sind wir schon wieder eine Woche zurück und haben uns wieder in unsere Zeitzone eingelebt. Aber ich möchte euch dennoch was über unsere weiteren Erlebnisse in New York erzählen. Dieses mal waren wir südlich vom Hotel unterwegs und wer New York kennt, der weiß, dass dort eine Menge los ist. Wer New York nicht kennt, dem erzähl ich jetzt ein bisschen davon, was da so los ist.

Schon am Morgen lebt New York, aber es ist etwas ruhiger und angenehmer, genau richtig, wenn man noch keinen Kaffee hatte. Denn heute entschieden wir uns für ein Frühstück auswärts. Lisa holte sich Doughnut, ich holte mir einen Bagel mit Ham and Cream cheese und Anna… Anna brauchte nur Kaffee glaub ich.

Von meinem 9 Dollar Bagel war ich etwas enttäuscht, nicht weil er schlecht war, sondern weil ich was anderes erwartet habe. Ich dachte nicht, dass es nur den Schinken im Wert von neun Dollar geben würde, aber es war tatsächlich so viel gestapelter Schinken, dass man auch hätte in nen Schweinearsch beißen können. Egal der Hunger war gestillt und wir machten uns auf zur NYU – New York University und dem Washington Square Park.

Auf dem Weg fanden wir schöne Ecken mit grünen Straßen und vielen Stadthäusern, wo man am liebsten sofort einziehen möchte. Unser Weg führte uns auch über die bekannte Christopher Street, die heute nicht mehr nur Homosexuellen ein Begriff sein dürfte. Weiter auf dem Weg wurde eine ganze Straße gesperrt, damit die Privatschule dort ihren Sportunterricht durchführen konnte. Vielleicht war es auch die Hofpause, aber da so ein Stadthaus in New York weder Sporthalle noch Hof hat, ist das doch eine echt coole Variante.

Am Washington Square fanden wir einen echt hübschen Park, der mit viel Musik und jungen Leuten daher kam, was wohl an der Lage direkt am Campus liegen könnte. Allerdings steckten alle noch in den Vorbereitungen, sodass wir die großen Shows wohl verpasst haben. Ein Tänzer, der gemeinsam mit einem Schlagzeuger schon mächtig Werbung für die bevorstehende Show machte, fand meine One Wheel Turns ziemlich geil. Wir unterhielten uns ein wenig und wollten dann natürlich auch die Show abwarten. Aber aus 5 Minuten wurden 10 und aus 10 wurden nochmal 5 mit dem gleichen Resultat. Also machten wir weiter, vorbei an der NYU, die gerade ein Erdbeerfest feierte mit einer ziemlich langen Erdbeertorte, welche leider mit einem Zaun für uns unerreichbar war. Wir hatten aber auch andere Ziele, unter anderem wollten wir eine Toilette und oder eine Bushaltestelle finden. Letzteres fanden wir zuerst und dachten dann gehen wir halt an der South Ferry auf Klo. Ein Fehler, denn der Verkehr ließ die Fahrt endlos erscheinen.

Wir standen eine Weile im Stau, immerhin hatten wir ein nettes Gespräch mit einer Frau aus Deutschland, die seit 1988 in New York lebt. Sie erzählte uns ein bisschen von der Stadt, der Veränderung und ihrer Arbeit als Lehrerin an einer Waldorfschule in NYC.

Voll die Touris - Foto: Anna Spindelndreier

Voll die Touris – Foto: Anna Spindelndreier

Irgendwann war der Stau zum Glück auch mal vorbei und wir konnten mit der Fähre nach Staten Island übersetzen. Die Fähre war gut gefüllt, aber wir bekamen dennoch einen schönen kostenlosen Blick au die Skyline und die Freiheitsstatue. Ok, es war jetzt nicht super nah dran und auch nicht der beste Winkel, aber immerhin brauchten wir keine überteuerten Preise auf irgendwelchen Rundfahrtschiffen zahlen. In Staten Island blieben wir dann nur kurz und nahmen direkt die nächste Fähre zurück. Diese hatte sogar einen Aufzug, aber noch mehr interessierte mich ein Plakat das ich auf der Fähre fand. „No Permitt don’t do it!“, stand dort drauf mit dem dezenten Hinweis, dass es eine saftige Geldstrafe gibt, wenn man sich auf einen Behindertenparkplatz stellt und keine Berechtigung hat. Noch schöner fand ich, dass auf dem Schild, welches dort abgebildet ist, das neue aktive und dynamischere Rollstuhl Piktogramm zu sehen war.

New York vom Wasser - Foto: Anna Spindelndreier

New York vom Wasser – Foto: Anna Spindelndreier

Da wir schon sehr viel Zeit darin investieren mussten, Bushaltestellen zu suchen, auf Busse oder in Bussen zu warten, ließen wir den Financial District und das WTC links liegen und machten uns auf in Richtung Little Italy, denn wir hatten Hunger. Spaghetti mit Meatballs war mein Wunschgericht und das gab es dor auch überall.

Das historische Little Italy ist allerdings nur noch eine Straße, die für Touristen geblieben ist und denen das Geld aus der Tasche ziehen soll. Wären die italienischen Restaurants dort nicht, würde es wohl schon von Chinatown geschluckt worden sein, dass sich im Gegensatz zu Little Italy offenbar gut gehalten hat. Dennoch aßen wir bei einem Italiener dort. Wir wählten ein Ristorante mit halbwegs angenehmen Preisen vor dem ein paar alte Italiener saßen, dann könne es ja keine reine Touri Bude sein, dachten wir. Unsere Wahl fiel auf die Mulberry Street Bar. Es war auch lecker, aber irgendwie wenig und die Kellner waren sehr nervig. Am Ende wollten sie sogar 18% Trinkgeld von uns. Für die Leistung bekamen sie das von uns nicht. Weil es nicht so toll war, gaben wir nur 7% (Standard sind 10-15%). Dies missfiel unserem Kellner wohl sehr, denn er kam sofort wieder zurück und beschwerte sich über das wenige Trinkgeld und ob denn nicht alles in Ordnung wäre. Das fanden wir so unverschämt, dass er eigentlich gar nichts verdient hätte, aber den Satz „Change back plase“ haben wir dann doch nicht mehr raus gebracht. Mit dem kleinen Ärgern, dafür aber gestärkt, ging es in Richtung Manhattan Bridge.

Moment, Richtung Manhattan Bridge? Aber wir wollten doch zur Brooklyn Bridge! Naja kann man schon mal verwechseln. jedenfalls suchten wir uns dann wieder eine Bushaltestelle und fuhren zum Rathaus, denn dort beginnt die Brooklyn Bridge. Wir beschlossen Manhattan zu verlassen und rüber nach Brooklyn zu pushen. Zuerst wollten wir nur den Ausblick auf die Skyline genießen, doch Lisa wollte unbedingt noch nach Coney Island, also was das Ziel eine Bushaltestelle in Brooklyn. Doch dafür mussten wir erst mal über die Brücke.

Lisa und ich auf der Brooklyn Bridge - Foto: Anna Spindelndreier

Lisa und ich auf der Brooklyn Bridge – Foto: Anna Spindelndreier

Auf der Brooklyn Bridge muss man sich aber einfach mal ab und an Zeit nehmen und in die Ferne schauen, vor allem beim nahenden Sonnenuntergang sieht New York von hier richtig hübsch aus. Einige Fotos später ging es dann endlich bergab und wir konnten mit ordentlich Schwung die Brücke hinunter pfeffern. Doch dann kam eine Abzweigung und laut Google Maps sollten wir links entlang zur Bushaltestelle. Blöd nur das dort Treppen waren. Nach reichlich Überlegung entschieden wir uns die Treppen zu nehmen. Es sollten nicht die letzten bleiben heute.

An der Bushaltestelle angekommen hieß es wieder warten, warten, warten. Nach langem warten war die Gewissheit da, dass auch in Brooklyn die Busse fahren wie sie wollen oder eben gar nicht. Genau wie auf Manhattaner Seite auch. Eine barrierefreie Subway Station ist in New York auch schlecht zu finden, aber es sollte eine in der Nähe sein, sollte. Wir machten uns auf den Weg, zwei Blocks, drei Blocks, vier Blocks und die Subway Station die wir fanden war alles andere als barrierefrei. Doch auch hier entschieden wir uns für den Weg nach unten. Es kam noch eine Treppe und noch eine, oh und noch eine. Dann waren wir endlich am Bahnsteig und zum Glück auch am richtigen.

Der F Train fuhr durch nach Coney Island, wo wir direkt auf Nathan’s Famous Hot Dogs zusteuerten, aber wir ließen die angeblich so berühmten Hot Dogs erst mal links liegen und steuerten direkt in Richtung Vergnügen, dachten wir zumindest. Leider waren wir dank des für Rollstuhlfahrers sehr schlechtem Öffentlichen Nahverkehr zu spät. Es hatte alles schon zu, es war dicht und dunkel. Coney island versank in Dunkelheit und Nebel und bekam somit eher das düstere von Silent Hill, als das fröhliche Vergnügen, was man sich bei Gedanken an Coney Island so vorstellt. Wir machten einen Ausflug zum Pier, aber es war mittlerweile so kalt und feucht, dass wir schnurstracks wieder zurück Richtung Bahnhof wollten. Diesmal machten wir einen Stopp bei Nathan’s, nur um fest stellen zu müssen, dass Ikea Hot Dogs besser sind. Aber die sind ja auch berühmt. So ein kleiner Reinfall zum Abschluss sollte aber einen gelungenen Trip nicht ruinieren. Wir haben echt viel erlebt und auch New York wird wieder einmal unser Ziel werden.

Als der F Train uns wieder zurück nach Manhattan brachte waren wir frustriert, genervt und müde, aber spätestens der Blick auf das beleuchtete Empire State Building stimmte uns wieder fröhlich und wir konnten, trotz wieder nicht kommenden Bus gemütlich in Richtung Townhouse Inn pushen.

Wir waren nicht die einzigen die Fotos gemacht haben - Foto: Anna Spindelndreier

Wir waren nicht die einzigen die Fotos gemacht haben – Foto: Anna Spindelndreier

Am nächsten Tag machten wir nochmal einen kleinen Ausflug an den Chelsea Pier Skatepark, bevor es mit Sack und Pack in Richtung JFK Airport ging. Der Weg mit dem ganzen Gepäck zum Flughafen war dank den SmartWheels gar nicht so schwer, auch wenn der New Yorker Nahverkehr ordentlich Herausforderungen für uns bereit hielt. Mit dem Bus ging es zur Penn Station, von dort mit der Subway nach Queens Jamaica um mit dem Airtrain zum Flughafen zu düsen. Dieser war dann auch endlich komplett barrierefrei und der Rest war zwar zeitlich knapp, aber trotz Soldat, der das Rolliklo besetzte, warten am Check In und bei den Sicherheitskontrollen, kamen wir pünktlich und ohne größere Probleme im Flugzeug an.

Das war es also mit der Reise und auch mit diesem Beitrag. Vielleicht schreibe ich noch ein Fazit der Reise oder was wir noch so nach unserer Landung erlebt haben. So oder so wird es bald wieder eine Menge zu berichten geben. Vielen Dank, dass ihr euch meine ewig langen Texte durch gelesen habt.

/David

Beste Grüße von uns drei - Lisa, Anna, David

Beste Grüße von uns drei – Lisa, Anna, David

 

Guten Abend! #newyork #nyc #brooklynbridge

A post shared by David Lebuser (@datlebbe) on

#brooklynbridge #brooklyn #newyork #nyc

A post shared by David Lebuser (@datlebbe) on

Können wir das bitte auch in Deutschland einführen? #nopermitdontdoit

A post shared by David Lebuser (@datlebbe) on

Good Bye New York, we're leaving! #wheelchairtravel

A post shared by David Lebuser (@datlebbe) on

Ja wir machen auch so normalen Touri Kram 😎🇺🇸🗽#nyc #newyork

A post shared by David Lebuser (@datlebbe) on


Welcome to Texas!

Howdie Freunde!

Team Germany ist angekommen! Photo by Anna Spindelndreier

Team Germany ist angekommen! Photo by Anna Spindelndreier

Gestern sind wir in Texas gelandet und wir wurden mit schönem Wetter begrüßt. Die Leute von RISE Adaptive Sports haben uns vom Flughafen abgeholt und zum Hotel gebracht, wo wir uns erstmal frisch gemacht haben, um uns dann in einen US Super(size)markt zu stürzen. Ein Shuttle vom Hotel brachte uns zu einer Mall in der Nähe… riesengroß und es gab alles – außer einen einfachen Supermarkt! Mit Hilfe von Passanten konnten wir dann aber doch noch einkaufen und uns mit Trinkwasser, Bagels, Cheddar und jeder Menge Peanutbutterkram eindecken.

Erster Tag in Texas: Einkaufen! Es gibt ja soooo viele leckere Sachen hier 😀 #grocery #targetshop

A post shared by David Lebuser (@datlebbe) on

Abends gab es dann einige interessante Gespräche und Diskussionen mit Paul Gray und Mike Peters von RISE Adaptive Sports, Mike Box und Troy McGuirk von Box Wheelchairs und Rico Reyes, einem der WCMX Pros. Bei Bier uns Chicken Wings wurde dann über bestehende und zukünftige WCMX Projekte gesprochen und internationale Netzwerke erweitert.

Heute haben wir dann den Bus in den Skatepark genommen um uns schon mal für das Wochenende vorzubereiten. 

Mit neuem Box WCMX Stuhl habe ich mich eingerollt und mir nach und nach eine Line für die Runs am Wochenende zusammen gebastelt. Auch Philipp, Paul und Lisa haben sich schon mal eingerollt. Aber wir waren nicht die einzigen, denn auch Rico Reyes, Pedro Henrique und Jerry Diaz kamen für eine Trainingssession – und die haben schon mal gezeigt, dass das am Wochenende eine fette Show werden wird und ein hart umkämpfter Wettkampf. 

Pedro killed it at the first training session today #wcmx #backflip #brazil @jumperequipamentos

A post shared by David Lebuser (@datlebbe) on

Als sicherer Sieger kann sich auf jeden Fall keiner fühlen, natürlich gilt Aaron „Wheelz“ Fotheringham als absoluter Favorit und ich als Sieger der letztjährigen They Will Skate Again WCMX Competition in Venice Beach stehe sicher auch auf dem ein oder anderen Zettel, aber wenn ihr mich fragt, ist das total offen, offener denn je und noch persönlicher sag ich euch, dass ich alles auf das WCMX Wunderkind Blake Simpson setze!

Probesprünge...Photo by Anna Spindelndreier

Probesprünge…Photo by Anna Spindelndreier

Morgen machen wir Dallas Downtown als Rollitouris unsicher und am Wochenende geht es dann um den Titel! Wir lassen euch wissen was hier so abgeht.

Bis dahin viele Grüße aus Texas von Anna, Lisa, Philipp, Patrick, Paul und David!

Cheers!

_MG_0264_Apr. 23 2015

Philipp Cierpka am Euro Gap…Photo by Anna Spindelndreier

An den neuen Stuhl gewöhnen...Photo by Anna Spindelndreier

An den neuen Stuhl gewöhnen…Photo by Anna Spindelndreier

Noch ein bisschen Fine Tuning von Mike Box: Perfekt! Photo by Anna Spindelndreier

Noch ein bisschen Fine Tuning von Mike Box: Perfekt! Photo by Anna Spindelndreier

WCMX World Championships 2015

WCMX World Championships 2015

 

 

/David