Monatsarchiv: September 2016

Tatort Dortmund

Bei uns wurde heute am helllichten Tage eingebrochen… der Schlüsseldienst sagt, dass die gleiche Technik heute auch schon woanders angewendet wurde, die Polizei sagt, dass die Spurensicherung gerade schon vier andere Einbrüche bearbeitet… aber es wurde offenbar nichts geklaut!!! Größter Schaden: das abgetaute Gefrierfach… was suchen die bitte im Gefrierfach???

Nachdem wir vor zwei Jahren schon mal in Berlin beklaut wurden, während wir schliefen in der Wohnung, an meinem Geburtstag, wurde nun kurz nach meinem Geburtstag zugeschlagen. Aber offenbar haben sie nichts gefunden, was in deren Interesse war. Laptops sind da, obwohl sie offen rumlagen!

Nun warten wir auf die Spurensicherung und sollen nichts anfassen… wir machen aber trotzdem schon mal die aufgetauten (Ex)Tiefkühlpizzen warm. Wenigstens ist das Bier noch kalt…aber ich brauch jetzt erstmal nen Schnaps!

/David


Living on the Road

Wir sind viel unterwegs, das hat der ein oder andere schon mitbekommen. Nun mussten wir aber in den letzten zwei Jahren immer alles in Lisas kleinen Lupo quetschen oder uns ein Auto ausleihen. Wir sind dadurch auf jeden Fall zu Packprofis geworden und können viel Gepäck ganz gut auf wenig Fläche verteilen. Doch auch wenn unser Rekord im Lupo mit drei Rollstühlen, zusätzlich ein Paar Rädern, zwei Koffern plus Rucksäcke und Taschen manch einem imponiert, wollten wir das so nicht mehr.

Wenn wir zu einer Veranstaltung fahren, wollten wir nicht mehr überlegen was nun wichtiger ist, mehr Schoner und Helme oder lieber weniger, aber dafür noch einen Leihrollstuhl? Selbst mit meinem alten Passat war man da nicht allzu flexibel, zumindest hatten wir nie die Freiheit zu sagen: Macht euch keine Sorgen, wir bringen alles mit! Man musste immer vorher organisieren. Die Rollstühle die dann oft vor Ort standen, waren nicht das Gelbe, nicht mal das Weiße vom Ei und Helme und Schoner waren dann auch nur oft in nicht ausreichender Zahl da.

Bei unserem Roadtrip durch Frankreich, nach Barcelona, Norditalien und der Schweiz, schliefen wir im Passat, mussten aber jeden Abend das ganze Gepäck vorne auf die Sitze stapeln. Auch da mussten wir Tetris spielen, denn wenn erst einmal alles gestapelt war, mussten ja noch unsere Rollis oben auf dem Turm bzw unters Dach!!!

img_7047Aber das alles ist jetzt vorbei! Die Roadtrips? Nein, ab jetzt ist das ganze Leben ein Roadtrip, zumindest fühlt es sich nun so an. Denn wir haben nun einen VW Crafter und uns damit dezent vergrößert… vom Lupo… Und unser erster Roadtrip mit unserem Crafter nach Dänemark und Schweden, dessen Skateparkstationen ihr euch auf Instagram anschauen könnt, hat bewiesen, dass dies nun alles nicht mehr nötig ist. Ok wir müssen nun beim Packen auf andere Sachen achten, denn es ist total blöd, wenn man feststellt, dass das was man braucht ganz hinten im Laderaum ist. Aber zumindest können wir in unser selbstgebautes Hochbett klettern ohne irgendetwas großartig umzuräumen. Wir können nun sechs Rollstühle mitnehmen und noch Ersatzräder und Werkzeug und Schoner und Helme und und und einfach alles!!!

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Diese Freiheit macht uns nicht nur das Leben einfacher, es bringt uns auch so viele neue Möglichkeiten, die wir nutzen wollen. Ob wir demnächst auf Tour gehen oder welche Türen sich damit noch öffnen, werden wir sehen, werdet ihr lesen und wir werden uns dann treffen, irgendwo on the Road!

Cheers

img_2667 Demnächst wird er dann noch weiter verschönert und ausgebaut.  #staytuned
/David

 

 

 

Auf dem Trip nach Dänemark/Schweden, sind wir viele Skateparks angefahren. Hier einige Videos dazu (mehr gibt es auf www.Instagram.com/datlebbe )

Zur Erinnerung an den Passat:


Scheiß Faule Krüppel

Was ist los in diesem paralympischen Sportjahr? Gefühlt wurden die Hälfte aller Sportveranstaltungen wegen zu weniger Anmeldungen abgesagt oder mit nur halber Besetzung durchgezogen. Auch unsere Skateworkshops haben deutlich geringere Teilnehmerzahlen als die Jahre zuvor. Nun könnte man behaupten der Boom sei vorbei, aber es geht ja auch dem Wassersportcamp, Kanu oder anderen Sportarten nicht anders. Dabei sind dieses Jahr doch Paralympics und alle müssten doch im Sportfieber sein…

Was ist los mit den Rollifahrern? Alle kacke faul? Haben alle schon alles ausprobiert? Sieht keiner mehr hin bei der Flut an Facebook Veranstaltungseinladungen?

Böse Zungen könnten jetzt behaupten die Behinderten ziehen sich zurück in ihre dunklen Kammern. Genug von Inklusion und Öffentlichkeit? Nein, ich denke nicht! Vielleicht sind sie auch einfach nur gegen das nicht ausreichende Teilhabegesetz demonstrieren oder anderweitig politisch aktiv. Aber so viel man auch nach Erklärungen suchen mag, es ist traurig, dass so viele tolle Sportveranstaltungen abgesagt werden müssen. Sportveranstaltungen, die mit viel ehrenamtlichen Aufwand und Herzblut geplant und organisiert werden, was dann alles umsonst war.

Ich hätte eigentlich nur einen Wunsch für die nächsten Wochen: Dass die Paralympics wieder das Feuer entfachen, die Sportlerherzen wieder zu schlagen beginnen und die Rollifahrer wieder auf die Sportkurse strömen, ob nun paralympischer Sport oder nicht. Nutzt die Angebote und probiert alles aus – YOLO und so!

In diesem Sinne: Sport frei und viel Spaß bei den Paralympics und eigenen sportlichen Aktivitäten!

nur noch faul am rumliegen...

nur noch faul am rumliegen…

PS: Wer die Überschrift zu derb findet, sollte sich diesen Link nicht anschauen: http://reportage.wdr.de/echtwir#19573

/David